Platznot in Schulen: «35 Kinder in einer 3-Zimmer-Wohnung»
Aktualisiert

Platznot in Schulen«35 Kinder in einer 3-Zimmer-Wohnung»

Prekäre Verhältnisse in Schweizer Klassenzimmern: Gemäss einer Umfrage platzen die Schulhäuser in vielen Gemeinden aus allen Nähten.

von
jbu
Fast 200 Schulleiter beklagen zu wenig Platz in den Klassenzimmern.

Fast 200 Schulleiter beklagen zu wenig Platz in den Klassenzimmern.

Wenn in diesen Tagen überall in der Schweiz Kinder ihren ersten Schultag begehen, ist das Umfeld, in das sie kommen, oft alles andere als optimal. Zu dicht sitzen die kleinen ABC-Schützen aufeinander, zu wenig Platz ist für die Ganztagesbetreuung vorhanden.

Gemäss einer Umfrage der «SonntagsZeitung» ist das Problem weit verbreitet. Von 240 Schulleitern, die sich zur Problematik äussern, sprechen 186 von Platznot. «Unsere Ganztagsbetreuung findet auf sehr engem Raum statt, bis 35 Kinder in einer 3-Zimmer-Wohnung», schreibt eine Schulleiterin aus dem Kanton Zürich.

Gemeinden überfordert

Vertreter des Schulleiterverbands und des Lehrerdachverbands sind sich einig: Es besteht dringender Handlungsbedarf. Vor allem die Gemeinden seien jetzt gefordert. Mit einer «soliden und langfristigen Schulraumplanung» seien aber viele Gemeinden überfordert, befürchten Experten.

Das Problem dürfte sich in den nächsten Jahren noch verschärfen: Bis in acht Jahren drücken in der Schweiz gemäss Prognosen rund 62'000 Kinder mehr die Schulbank als heute.

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