Sensationsfund in Luzern: 350-jährige Wandmalerei
Aktualisiert

Sensationsfund in Luzern350-jährige Wandmalerei

Beim Umbau eines Gebäudes in der Luzerner Altstadt ist ein Christusbild aus dem 17. Jahrhundert zum Vorschein gekommen. Bald ist das Kunstwerk öffentlich zugänglich.

von
Clarissa Rohrbach

«So ein Fund ist in den letzten 17 Jahren in Luzern nur einmal vorgekommen», sagt der kantonale Denkmalpfleger Georg Carlen. Es sei ein Wunder, dass das Gemälde noch vollständig erhalten sei. Die vier Meter lange Malerei ziert eine Wand im zweiten Stock des ehemaligen Restaurants Goldener Löwen an der Kreuzung Kapellgasse/Eisengasse in der Luzerner Altstadt. Das Bild, das aus der Mitte des 17. Jahrhunderts stammt, stellt die Kreuzigung Christi mit Maria und Johannes dar. Im Hintergrund sieht man die Stadt Jerusalem, deren Türme allerdings stark an die Museggtürme in Luzern erinnern.

«Die Kalkmalerei war hinter einer Holzwand verborgen», sagt Restaurator Martin Hüppi. In aufwendiger Kleinarbeit habe er wochenlang eine deckende Gipsschicht mit dem Skalpell entfernt, um das Bild freizulegen. Am 28. Mai soll die von der Denkmalpflege subventionierte Restauration beendet sein.

«Nach dem Umbau wird hier ein Outdoor-Geschäft einziehen», sagt Hausbesitzer Gennaro Robbio. Dann werde die Wandmalerei öffentlich zu bestaunen sein. Den Kunden bietet sich somit die ideale Gelegenheit, Shopping mit Kunstgeschichte zu verbinden.

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