HackZurich: 350 Programmierer und literweise Energy-Drinks
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HackZurich350 Programmierer und literweise Energy-Drinks

Ab Freitag treffen sich 350 internationale Hacker zu einem 40-stündigen Programmier-Marathon in Zürich. Dabei sollen Ideen entstehen, die unser Leben verändern.

von
tob
Das Organisationsteam des HackZurich ist bereit für das Wochenende.

Das Organisationsteam des HackZurich ist bereit für das Wochenende.

Im Zürcher Technopark treffen sich ab Freitag 350 Studenten und Programmierer aus ganz Europa und hacken in 40 Stunden um die Wette. Den Anlass muss man sich folgendermassen vorstellen: «Hunderte Programmierer stecken ihre Köpfe zusammen und konsumieren unzählige Liter Energy-Drinks», sagt Nikolay Kobyshev, Sprecher von HackZurich, mit einem Augenzwinkern. Doch natürlich stecke mehr hinter der Idee. Innerhalb der 40 Stunden würden mehr als 100 Ideen für Apps, Software oder sonstige Probleme entwickelt, die vorher nicht existiert haben, so Kobyshev. Ziel des Marathons sei die Entwicklung von voll funktionstüchtigen Anwendungen.

Über 600 IT-Begeisterte haben sich für den Anlass beworben. Die 350 besten können nun teilnehmen. Damit wird HackZurich zum grössten sogenannten Hackathon, der jemals in der Schweiz stattgefunden hat. Organisiert wird der Anlass von Studenten der ETH und Universität Zürich. Ihnen soll eine Plattform geboten werden, um aus dem Studentenalltag auszubrechen und an eigenen Ideen zu arbeiten.

«Eine Idee, die unser Leben verändert»

Am Schluss werden die Projekte präsentiert und die Gewinner von einer Fachjury prämiert. Programmiert wird in Teams mit maximal vier Leuten. «Wir wollen keine Einzelgänger an HackZurich, sondern motivierte Teams. Idealerweise hat dieses über den Hackathon hinaus Bestand», sagt Mitorganisator Jonathan Isenring.

Dass sich an solchen Events des Öfteren Start-ups finden, zeigt das Beispiel der TechCrunch-Konferenz in San Francisco. Dort haben sich 2010 die Gründer der Messaging-App GroupMe kennengelernt. Nach nur einem Jahr verkaufte das Start-up ihr Unternehmen an Skype - für 80 Millionen Dollar. Auf Ähnliches hoffen auch die Organisatoren in Zürich. «In den letzten Jahren hat sich die Welt dramatisch verändert: Man muss weder viel Geld, noch viel Zeit haben, um ein wirklich innovatives Produkt zu entwickeln, das die Welt verändern kann», sagt Kobyshev. Und: Vielleicht sei unter den 100 Ideen ja eine dabei, die unser Leben verändern wird.

Am Freitagabend um 22.30 Uhr starten die Hacker mit ihrem Marathon im Zürcher Technopark - der Anlass ist nicht öffentlich.

Nikolay Kobyshev von HackZurich

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