Aktualisiert 21.03.2005 21:31

3500 Sandsäcke: Basel für Hochwasser gerüstet

In Ostdeutschland herrscht nach der Schneeschmelze bereits wieder Hochwasseralarm. In Basel fühlt man sich auf die zu erwartenden Wassermassen bestens vorbereitet.

«Das Hochwasserrisiko ist wegen der grossen Schneemengen dieses Jahr grösser als auch schon», sagt Felix Schacher von MeteoSchweiz. «Allerdings müsste es entweder Föhn oder heftige Gewitter geben, damit der Schnee in kurzer Zeit schmilzt und so grosse Wassermassen entstehen.» Diese seien dann nach etwa drei Tagen in Basel.

In Basel ist dieses höhere Risiko bekannt. «Wir können hier aber zum Glück ein langsames Ansteigen planen», so Anton Strelecek, Koordinator der Basler Katastrophenvorsorge. Besonders gefährdet seien die Gebäude auf der Kleinbasler Seite unterhalb der Mittleren Brücke. Seit dem letzten Hochwasser 2001 habe man gemeinsam mit der Gebäudeversicherung und dem Zivilschutz gefährdete Öltanks eruiert und gesichert. Zudem wurde eine Liste mit den prioritär zu schützenden Objekten wie Trafostationen erstellt.

«Wir wissen genau, wie viele Sandsäcke wir in jede Einfahrt legen müssen», sagt Koni Müller, Leiter des Zivilschutz-Zentrallagers. Dafür liegen 3500 gefüllte Sandsäcke bereit. Müller: «Während diese verteilt werden, füllen wir in der Kiesgrube Allschwil bereits weitere Säcke. Dafür haben wir 10 000 Säcke im Lager.»

Christian Degen

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