36 Millionen Franken für nichts
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36 Millionen Franken für nichts

Der Schweizer Hörgeräte-Hersteller Sonova hat die Übernahme des dänischen Konkurrenten ReSound abgeblasen. Damit reagiert die frühere Phonak auf den Entscheid des Düsseldorfer Oberlandesgerichts, das ein Fusionsverbot bestätigt hat.

Die Fusion von Sonova (vormals Phonak) und ReSound scheitert an den deutschen Kartellbehörden. Das Düsseldorfer Oberlandesgericht hat das Fusionsverbot der Wettbewerbsbehörde am Mittwoch endgültig bestätigt.

Das Beschwerdeverfahren vor den deutschen Gerichten könnte «Monate oder gar Jahre» dauern, heisst es in einer Mitteilung von Sonova vom Mittwoch. Die Transaktion werde daher abgebrochen. Sonova hatte ReSound für 3,3 Mrd. Fr. übernehmen wollen.

Im Zusammenhang mit der nun geplatzten Übernahme fielen bei Sonova Kosten von rund 36 Mio. Fr. an, wie es weiter hiess. Diese werden der Rechnung des laufenden Geschäftsjahrs 2007/08 belastet. Da 2006/07 bereits 19 Mio. Fr. aufgewendet wurden, reduziert sich der liquiditätswirksame Effekt jedoch auf rund 17 Mio. Franken. (sda)

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