Aktualisiert

3667 Einsätze: 2005 war für Feuerwehr ein Wasser-Jahr

2005 war ein anstrengendes Jahr für die Zürcher Berufsfeuerwehr. Neben Bränden hielten vor allem Wassermassen und Fehlalarme die Feuerwehrleute auf Trab.

Die Feuerwehrleute von Schutz & Rettung Zürich mussten bis Ende Dezember 3667-mal ausrücken. Im Vorjahr waren es noch 268 Einsätze weniger gewesen. Am häufigsten (942-mal) mussten die Einsatzkräfte wegen Brandmeldern losfahren – meist waren es jedoch Fehlalarme.

Für die Zunahme der Einsätze verantwortlich war aber nicht etwa Feuer, sondern Wasser. Nach den Sommergewittern im Juni, beim Hochwasser vom August oder bei spektakulären Rohrbrüchen wie vor fünf Wochen an der Hardstrasse: Insgesamt 526-mal musste die Feuerwehr 2005 wegen Wasser ausrücken (Vorjahr: 398). Zudem wurden 618 Brände gelöscht und 561 Hilfeleistungen und Rettungen erbracht. Hinzu kamen diverse weitere Einsätze wie zum Beispiel Tierrettungen (335).

Auffallend ist die starke Zunahme der Einsätze bei medizinischen Notfällen («First Responder») von 38 (2004) auf 156. «Die Feuerwehr wird seit letztem Jahr schneller alarmiert, wenn es um Nothilfe-Einsätze geht», erklärt Beat Jud, Stabsoffizier der Berufsfeuerwehr. «Wenn bei der Sanität Engpässe bestehen und eine entsprechende Indikation vorliegt, können wir sofort vor Ort versuchen, Personen zu reanimieren.» Dass mehr Hilfeleistungen möglich sind, werde im Korps als positive Abwechslung empfunden.

Sandra Hänni

Deine Meinung

Fehler gefunden?Jetzt melden.