Aktualisiert 06.06.2005 09:34

37 Tote bei Anschlag in Nepal

Ein voll besetzter Bus ist in Nepal auf eine Landmine gefahren und völlig zerrissen worden.

Mindestens 37 Menschen wurden dabei getötet, wie die Streitkräfte am Montag mitteilten. 72 weitere Menschen wurden verletzt, mehrere von ihnen schwer. Die Regierung machte maoistische Rebellen für den Anschlag verantwortlich.

Die Mine explodierte auf einer Landstrasse nahe dem Dorf Badarmude, knapp 200 Kilometer südwestlich der Hauptstadt Kathmandu. Ein Militärsprecher sagte, kein Passagier sei unverletzt geblieben. Zahlreiche Rettungswagen sowie ein Hubschrauber wurden zum Tatort geschickt. Örtliche Reporter berichteten, die Krankenhäuser seien auf so viele Schwerverletzten nicht vorbereitet, es gebe nicht genügend Chirurgen. Einige der Verletzten wurden mit Militärhubschraubern nach Kathmandu geflogen. Unter den Schwerverletzten waren auch drei Kinder.

Nach dem Anschlag übernahmen die Streitkräfte die Kontrolle über das Gebiet und suchten nach den Tätern. Die maoistischen Rebellen kämpfen seit neun Jahren für eine Abschaffung der Monarchie in Nepal. König Gyanendra übernahm am 1. Februar die Kontrolle über die Regierung und verhängte den Ausnahmezustand, der inzwischen wieder aufgehoben wurde. Der Konflikt kostete bislang mehr als 11.500 Menschen das Leben. Seit Februar verstärkten die Rebellen ihre Angriffe. (dapd)

Deine Meinung

Fehler gefunden?Jetzt melden.