374 Milliarden Dollar Defizit wegen Bush

Aktualisiert

374 Milliarden Dollar Defizit wegen Bush

Die Regierung von US-Präsident George W. Bush hat im abgelaufenen Haushaltsjahr 2003 ein Minus von 374 Milliarden Dollar eingefahren - das höchste Defizit in der Geschichte der USA.

Bei 286 Millionen Einwohnern macht das etwas mehr als 13'000 Dollar pro Kopf!

Wie das Weisse Haus in Washington am Montag mitteilte, wuchs das Minus im Vergleich zum Vorjahr um mehr als das Doppelte; im Haushaltsjahr 2002 hatte das Defizit noch bei 158 Milliarden Dollar gelegen. Das bisherige Rekorddefizit der USA war 1992 erreicht worden und hatte bei 290 Milliarden Dollar gelegen.

Gemessen am Bruttoinlandsprodukt (BIP) der USA, der gesamten im Inland erbrachten Leistung der weltgrössten Volkswirtschaft, kletterte das Defizit auf 3,5 Prozent. Dies ist das höchste Niveau seit 1993.

Für 2004 prognostizierte der Budgetdirektor im Präsidialamt, Joshua Bolton, dass das Defizit wahrscheinlich weiter auf über 500 Milliarden Dollar anschwellen werde. Die Entwicklung ist teilweise auf die gestiegenen Militärausgaben, unter anderem für die Einsätze in Irak, zurückzuführen.

Bolton sprach dennoch von einem positiven Trend. Er verwies darauf, dass das Defizit deutlich geringer ausgefallen sei, als von der Regierung selbst noch vor drei Monaten vorhergesagt. Damals hatte die Regierung ein Minus von 455 Milliarden Dollar erwartet. (sda)

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