Gefahrenstufe 4: 38 Grad – am Wochenende purzeln die Hitzerekorde
Aktualisiert

Gefahrenstufe 438 Grad – am Wochenende purzeln die Hitzerekorde

Wegen den hohen Temperaturen gilt in der ganzen Schweiz die Gefahrenstufe 4. Viele ächzen unter der Hitzewelle – und diese wird noch einige Tage andauern.

von
ij
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So heiss war es in der Schweiz schon lange nicht mehr. Unsere Leser beschäftigte denn auch kaum ein anderes Thema als die brutalen Temperaturen und sie haben uns den ganzen Tag etliche Bilder dazu geschickt. Aber sehen Sie selbst und klicken Sie sich durch die Bildstrecke.

So heiss war es in der Schweiz schon lange nicht mehr. Unsere Leser beschäftigte denn auch kaum ein anderes Thema als die brutalen Temperaturen und sie haben uns den ganzen Tag etliche Bilder dazu geschickt. Aber sehen Sie selbst und klicken Sie sich durch die Bildstrecke.

urs Flueeler
In Lausanne war es heute Morgen um 8.30 bereits knapp 30 Grad warm.

In Lausanne war es heute Morgen um 8.30 bereits knapp 30 Grad warm.

Leser-Reporter
Am Mittag wurde es dann richtig heiss.

Am Mittag wurde es dann richtig heiss.

Leser-Reporter

Für alle Landesteile ausser den Alpen gilt seit dem Mittwoch die Hitzegefahrenstufe 4 von insgesamt fünf Stufen. Dies bedeutet, dass eine Hitzewelle von mindestens fünf Tagen Dauer bevorsteht, die die Gesundheit gefährden kann. Bis am Montag muss sich die Schweiz demnach auf Hitze einstellen, wie dem Naturgefahrenbulletin zu entnehmen ist.

Am Donnerstag stieg das Quecksilber auf bis zu 35,5 Grad. Am heissesten wurde es in Basel-Binningen, gefolgt von Delsberg mit 35,4 Grad, wie MeteoNews mitteilt. In Beznau AG, Genf, Sitten und Visp VS stieg das Thermometer auf jeweils 35,3 Grad. Damit ist der Höhepunkt der aktuellen Hitzewelle aber noch nicht erreicht.

In den kommenden Tagen dürfte es schwüler und noch heisser werden. Ende der Woche ist in den Niederungen gar mit 38 Grad zu rechnen. Isolierte Gewitter könnten ab dem Wochenende lokal eine kurze Abkühlung bringen.

Alte Menschen müssen bei dieser Hitze besonders aufpassen

Besonders alte Menschen leben bei den aktuellen hohen Temperaturen gefährlich. Sie sollten deshalb ihr Verhalten anpassen. Was für Betagte in besonderem Masse wichtig ist, gilt auch für alle anderen, um gut durch die aktuellen Hitzetage zu kommen.

Spätestens im Hitzesommer 2003 zeigte sich, dass für alte Menschen sehr hohe Temperaturen gefährlich sind. Ab 30 Grad gebe es bis zu zehn Prozent mehr Todesfälle, schreibt Pro Senectute in einer Mitteilung vom Mittwoch.

Einfache Verhaltensregeln sind sehr wirkungsvoll: Viel trinken und leicht essen, Körper mit Duschen und Fussbädern kühl halten und, wenn die Hitze kommt, Fenster schliessen und so wenig hinausgehen wie möglich. Pro Senectute appelliert unter anderem auch an Angehörige und Nachbarn alter Menschen, aufmerksam zu sein.

Trinkstationen im Altersheim

In Alters- und Pflegeheimen nimmt man die Situation ernst, wie Lena Tobler, Sprecherin der Stadtzürcher Alterszentren, zur Nachrichtenagentur sda sagt. Bei dementen und pflegebedürftigen Menschen schaue das Personal speziell gut.

Im Allgemeinen aber wüssten alte Menschen «wie sie mit der Hitze umgehen müssen». Sie seien beispielsweise «nicht sehr sonnenhungrig» und blieben von selbst im Haus.

Einiges unternehme man aber aktiv. Dies nicht zuletzt, weil das natürliche Durstempfinden im Alter zurückgeht. In den Alterszentren werden etwa Trinkstationen aufgestellt, man biete unter anderem spezielle Mischungen an, um den Salzgehalt im Körper auszugleichen. Dazu seien die Menüs leicht und der Hitze angepasst.

SUVA-Empfehlungen

Die hierzulande ungewohnte Hitze verlangt aber nicht nur von alten Menschen speziell angepasstes Verhalten. Die gleichen Verhaltensregeln, wie sie Pro Senectute propagiert, gelten für alle. Und die Suva hat ein Merkblatt für hitzemässig angepasste Arbeitsplätze herausgegeben.

Für Menschen, die im Freien arbeiten, sei Sonnenschutz und Trinkwasser zur Verfügung zu stellen, heisst es da etwa. Und im Innern von Gebäuden sollten Sonnenstoren, Ventilatoren und allenfalls Klimageräte dafür sorgen, die Hitze erträglich zu machen. (ij/sda)

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