Aktualisiert 11.03.2011 10:46

Rapperswil SG38-Jähriger in der S-Bahn von Trio brutal verprügelt

Ein Pendler ist von einer Gruppe Jugendlicher brutal verprügelt worden, weil er sie aufgefordert hatte, etwas ruhiger zu sein. Die Tat zeigt erschreckende Parallelen zu Fällen in Deutschland.

von
Zora Schaad
In der S5 wurde der 38-jährige Deutsche attackiert. (Foto: keystone)

In der S5 wurde der 38-jährige Deutsche attackiert. (Foto: keystone)

Tatort S5, kurz vor 6 Uhr gestern Morgen: Ein Deutscher bat drei offenbar betrunkene Mitreisende, etwas ruhiger zu sein. Doch diese pöbelten den 38-Jährigen an. Um einen Konflikt zu vermeiden, wechselte er das Abteil. Doch die drei Männer – zwei davon asiatisch ­aussehend – verfolgten den Mann und griffen ihn brutal an. «Einer der drei schlug mit den Fäusten auf den Kopf des Opfers ein und trat mit den Füssen gegen seinen Körper», so Hans Peter Eugster von der Kapo St. Gallen.

Offenbar hat niemand eingegriffen, was Dler Mostafa, der erste Hilfe geleistet hat, empört: «Ich sah den blutüberströmten Mann von aussen durch das Fenster. Da waren sicher sechs, sieben Personen im Zug und keiner hat geholfen», sagt er gegenüber Tele Züri. Der Verletzte musste im Spital behandelt werden. Nun werden die Video-Bänder der Überwachungskamera ausgewertet.

Die Brutalität und der Tatort S-Bahn zeigen erschreckende Parallelen zu Fällen in Deutschland. 2009 wurde etwa in München ein Fahrgast, der sich gegen eine Pöbelei zur Wehr ­gesetzt und bedrängte Kinder in Schutz genommen hatte, von jugendlichen Schlägern getötet.

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