Kriminalgericht: 38 Monate für Kokain-Dealer

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Kriminalgericht38 Monate für Kokain-Dealer

Wegen Erwerb, Besitz, Verkauf und Konsum von Kokain hat das Luzerner Kriminalgericht einen Mann (38) verurteilt. Er wurde in sein Heimatland Serbien ausgeschafft.

von
gwa
Der Kokainkonsum des Verurteilten selbst war laut Urteil schwach bis mittelstark.

Der Kokainkonsum des Verurteilten selbst war laut Urteil schwach bis mittelstark.

Insgesamt mindestens 744 Gramm Kokain hat ein in ehemals in Kriens wohnhafter Mann zwischen Dezember 2011 und März 2012 in mehreren Tranchen von seinen Lieferanten abgekauft. Das Kokain hatte er jeweils telefonisch bei einer Kontaktperson bestellt, anschliessend holte er die Ware bei einer anderen Person ab. In weiteren Fällen beschaffte er sich den Stoff in Gastrolokalen in Luzern und Emmenbrücke.

Gemäss Urteil des Luzerner Kriminalgerichts hat der Mann mindestens 96 Gramm Kokain an verschiedene Drittpersonen weiterverkauft. Zudem hat der Beschuldigte in dieser Zeit selbst Kokain konsumiert: «Mittels Haaranalyse kann dem Beschuldigten für die Zeit von ca. Anfang Oktober 2011 und Ende Februar 2012 ein schwacher bis mittelstarker Kokainkonsum nachgewiesen werden», heisst es im Urteil. Bei seiner Verhaftung stellte die Polizei 79,04 Gramm Kokain sicher. Zudem war der Mann laut Urteil auch im Besitz von rund 1,1, Kilogramm Koffeinpulver sowie rund einem Kilogramm Streckmittel für Heroin.

Dealer war illegal in der Schweiz

Hinzu kommt, dass der Beschuldigte eigentlich gar nicht in der Schweiz hätte sein dürfen. Denn: Das Bundesamt für Migration hatte dem Mann im Februar 2011 ein Einreiseverbot für die Schweiz und das Fürstentum Liechtenstein erteilt. Trotzdem reiste der Mann im Oktober 2011 illegal in die Schweiz ein, wo er sich bis zu seiner Verhaftung aufhielt.

Das Kriminalgericht verurteilte den Mann zu einer Gesamtstrafe von 3 Jahren und 2 Monaten. Das Urteil ist rechtskräftig. Der Mann wurde bereits in sein Heimatland ausgeschafft. Zuvor war er schon so lange in Untersuchungshaft und im vorzeitigem Strafvollzug in der Schweiz, dass er in Serbien nicht mehr ins Gefängnis muss.

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