Aktualisiert

39 Flüchtlinge vor Jemens Küste in den Tod getrieben

Schlepper sollen die illegalen Einwanderer mit vorgehaltener Waffe dazu gezwungenen haben, vor der jemenitischen Küste nahe der Stadt Belhaf über Bord zu springen. 39 Bootsflüchtlinge sind ertrunken.

Das teilte das UNO- Flüchtlingshilfswerk (UNHCR) am Montag in der Hauptstadt Sanaa mit.

Insgesamt seien 349 Äthiopier und Somalier in drei Booten über den Golf von Aden unterwegs gewesen. 212 Menschen würden seit dem Zwischenfall am Sonntag noch vermisst, die übrigen 98 hätten an Land schwimmen können.

Jedes Jahr versuchen tausende Somalier der Gewalt und Armut in ihrem Land zu entkommen und wagen die mehrere hundert Kilometer weite Flucht über das Meer nach Jemen. Dort leben gegenwärtig mehr als 80 000 als registrierte Flüchtlinge.

Im vergangenen halben Jahr erreichten im Schnitt 30 Boote pro Monat das Land auf der Arabischen Halbinsel. Mehrere hundert Menschen starben nach Angaben des UNHCR bei der Überfahrt.

(sda)

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