Aktualisiert 03.12.2006 19:50

39. Weltcup-Sieg von Renate Götschl

Die Österreicherin Renate Götschl hat in Lake Louise den Weltcup-Super-G vor der Amerikanerin Lindsey Kildow un der Kanadierin Kelly Vanderbeek gewonnen. Als beste Schweizerin wurde Martina Schild Zehnte.

Einen Tag nach dem 2. Rang in der Abfahrt konnte Renate Götschl (Ö) in Lake Louise im ersten Super-G des Winters ihren 39. Weltcup-Sieg feiern. Martina Schild war am Sonntag als Zehnte mit 1,4 Sekunden Rückstand beste Schweizerin.

In den beiden Abfahrten war Martina Schild ohne Punkte geblieben, im Super-G konnte sie sich gewaltig steigern. Die 25-jährige Grindelwaldnerin realisierte ihr zweitbestes Ergebnis in dieser Disziplin nach dem 6. Rang an den Olympischen Spielen in Turin.

Im Weltcup war Schild im Super-G zuvor nicht über den 14. Platz hinausgekommen (im Januar 2004 in Megève/Fr). Nur wenig fehlte zu einem noch besseren Resultat: Zur drittklassierten Kanadierin Kelly Vanderbeek fehlten der Olympia-Zweiten in der Abfahrt weniger als eine halbe Sekunde.

Unmittelbar hinter Schild reihte sich Fränzi Aufdenblatten als Elfte ein, Sylviane Berthod belegte den 18. Platz. Nur viertbeste Schweizerin war Nadia Styger (20.), die wie schon zwei Tage zuvor in der Abfahrt Pech mit dem Wetter hatte. Im Vergleich zu der mit Nummer 12 gestarteten Siegerin fand Styger (Startnummer 28) - tags zuvor in der zweiten Abfahrt starke Vierte - die klar schlechteren Bedingungen vor.

Für Renate Götschl wars der erste Weltcup-Erfolg seit Ende Januar 2006, als sie in Cortina d'Ampezzo in der Abfahrt triumphiert hatte. Ihr letzter Super-G-Sieg datiert noch ein Jahr weiter zurück (ebenfalls in Cortina). Die 31-jährige Steirerin gewann in Lake Louise nach je zwei Abfahrten und Super-G schon zum 5. Mal. Götschl drehte im Vergleich zum Vortag, als sie als Zweite 1,33 Sekunden hinter Siegerin Lindsey Kildow geblieben war, den Spiess um und liess der Amerikanerin gleich um 0,87 Sekunden das Nachsehen.

Lake Louise entwickelt sich dennoch für Lindsey Kildow immer mehr zur Lieblingsstation: Hier feierte die 22-Jährige aus Colorado im Dezember 2004 ihren ersten Weltcup-Sieg, im vergangenen Jahr doppelte sie nach und heuer platzierte sie sich in allen drei Rennen mindestens als Zweite.

Weltcup-Super-G Frauen, Schlussklassement: 1. Renate Götschl (Ö) 1:20,86. 2. Lindsey Kildow (USA) 3. Kelly Vanderbeek (Ka) 0,91. 4. Kathrin Wilhelm (Ö) 0,99. 5. Genéviève Simard (Ka) 1,16. 6. Anja Pärson (Sd) 1,17. 7. Nicole Hosp (Ö) 1,27. 8. Emily Brydon (Ka) 1,32. 9. Petra Haltmayr (De) 1,37. 10. Martina Schild (Sz) 1,40. 11. Fränzi Aufdenblatten (Sz), Britt Janyk (Ka) und Chemmy Alcott (Gb) 1,43. 14. Katja Wirth (Ö) 1,62. 15. Nadia Fanchini (It) 1,66.

16. Ingrid Jacquemod (Fr) 1,73. 17. Elisabeth Görgl Ö) 2,02. 18. Sylviane Berthod (Sz) 2,14. 19. Kirsten Clark (USA) 2,23. 20. Nadia Styger (Sz) und Alexandra Coletti (Mon) 2,28. 22. Gina Stechert (De) und Carolina Ruiz Castillo (Sp) je 2,32. 23. Fanny Chmelar (De) 2,37. 25. Urska Rabic (Sln) 2,44. 26. Monika Dumermuth (Sz) 2,50. 27. Ingrid Rumpfhuber (Ö) und Libby Ludlow (USA) 2,62. 29. Stacey Cook (USA) 2,67. 30. Karin Blaser (Ö) 2,70.

Ferner 32. Maria Riesch (De) 2,75. 35. Julia Mancuso (USA) 3,03. 36. Catherine Borghi (Sz) 3,05. 39. Marlies Schild (Ö) 3,29. 42. Elena Fanchini (It) 3,46. 49. Carmen Casanova 4,89.

57 Fahrerinnen gestartet, 49 klassiert; ausgeschieden u.a. Nike Bent (Sd), Alexandra Meissnitzer, Andrea Fischbacher (beide Ö) und Lucia Recchia.

Technische Daten: Piste Mens Olympic, 481 m, Kurssetzer Saso Robic (Sln), 36 Tore. (si)

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