Mongolei: 4,5 Millionen tote Tiere
Aktualisiert

Mongolei4,5 Millionen tote Tiere

Extreme Kälte und heftiger Schneefall in diesem Winter haben die Nomaden in der Mongolei in grosse Not gebracht. Soforthilfe tut not.

Die weltweiten Rot-Kreuz- und Roter-Halbmond-Gesellschaften rufen die internationale Gemeinschaft zur Soforthilfe in Höhe von über 650 000 Euro auf. Das wurde am Montag in Genf und Peking mitgeteilt.

Bei Temperaturen von minus 40 Grad kamen viele Tiere der Nomaden - darunter Ziegen, Schafe, Kamele und Pferde - ums Leben. Damit verloren fast 14 000 Menschen ihre Existenzgrundlage.

4,5 Millionen tote Tiere

Nach den Angaben der Hilfsorganisationen sind seit Dezember 4,5 Millionen Tiere eingegangen, fast zehn Prozent des Herdenbestandes. Betroffen sind 19 der 21 Provinzen der Mongolei. Vor allem sehr junge Tiere halten die extremen Witterungsbedingungen nicht aus.

«Wir haben es nicht nur mit einem dringenden Notfall zu tun. Es geht auch darum, die Leute wieder dahin zu bringen, dass sie ihre Zukunft meistern können», sagte der für Asien zuständige Koordinator des Internationalen Komitees vom Roten Kreuz (IKRK), Daniel Bolanos Gonzales. Wer seine Herde verliere, rutsche in bittere Armut ab. (sda)

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