Jordanisches Königshaus: 4 Fakten vor der royalen Hochzeit

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Herrscherfamilie4 Fakten, die man vor der Hochzeit über die jordanischen Royals wissen sollte

Der jordanische Kronprinz Hussein bin Abdullah feiert am 1. Juni seine prunkvolle Hochzeit mit Rajwa Khalid Alseif. Hinter den Kulissen des Königshauses ist allerdings nicht alles Gold, was glänzt.

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Die Hochzeit von Kronprinz Hussein und Rawja Al Saif wird auf Hochtouren vorbereitet. 

Die Hochzeit von Kronprinz Hussein und Rawja Al Saif wird auf Hochtouren vorbereitet. 

Instagram/arabianroyalagency
Vor einer Woche wurde eine Henna-Feier veranstaltet, bei der Königin Rania ihre künftige Schwiegertochter mit wohlwollenden Worten würdigte.  

Vor einer Woche wurde eine Henna-Feier veranstaltet, bei der Königin Rania ihre künftige Schwiegertochter mit wohlwollenden Worten würdigte.  

Twitter/arabianroyalagency
Im August 2022 gaben sie ihre Verlobung bekannt: Am 1. Juni werden sich Kronprinz Hussein und Rawja Al Saif in Jordanien das Jawort geben.

Im August 2022 gaben sie ihre Verlobung bekannt: Am 1. Juni werden sich Kronprinz Hussein und Rawja Al Saif in Jordanien das Jawort geben.

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Darum gehts

  • Heute blickt die Welt nach Jordanien.

  • Der Kronprinz Hussein bin Abdullah (28), der älteste Sohn von Jordaniens König Abdullah II. (61), ehelicht die Architektin Rajwa Khalid Alseif (29).

  • Vor der royalen Hochzeit gibt es Details, die man über die Familie wissen sollte. So hat der amtierende Monarch etwa gegen den Wunsch des Altkönigs die Thronfolge geändert.

Kronprinz Hussein bin Abdullah (28), der älteste Sohn von Jordaniens König Abdullah II. (61), heiratet am 1. Juni die Architektin Rajwa Khalid Alseif (29), die mit dem saudischen Königshaus verwandt ist. Die Feierlichkeiten finden im Zahran-Palast in Amman sowie im Al Husseiniya-Palast statt. Hier sind vier Fakten über die jordanischen Royals.

Hussein gilt als Nachfahre Mohammeds

Bei der Eheschliessung werden nach der Unterzeichnung des Hochzeitsvertrages von den muslimischen Gläubigen die sieben Verse der Sure Al Fatiha des Korans gebetet. Sie ist die Erste von insgesamt 114 Suren und heisst übersetzt: die Eröffnende. Islamische Theologen gehen davon aus, dass es der Prophet Mohammed war, der die Offenbarung dieser Sure hatte.

Der Bezug auf den Propheten ist bei dieser Hochzeit besonders bedeutsam, weil Hussein als unmittelbarer Nachfahre Mohammeds in der 42. Generation gilt. Der Kronprinz gehört dynastisch zu den Haschemiten und damit zum Hochadel des Islams. Das Königsgeschlecht geht auf Hāschim ibn Abd Manāf zurück, dem Urgrossvater Mohammeds. 

Freust du dich auf die jordanische Hochzeit?

Thronfolgerpaar ist pro-westlich

Hussein tritt wie sein Vater König Abdullah II. gern in Uniform auf, er ist pro-westlich eingestellt und hat seine militärische Ausbildung in England und das Studium der internationalen Geschichte an der Georgetown-Universität in Washington D.C. absolviert. Seine künftige Frau wurde ebenfalls im Westen ausgebildet, sie studierte an US-Universitäten in New York und Los Angeles.

Hussein wird als künftiger König Herrscher eines Landes mit konstitutioneller Monarchie sein. Der König von Jordanien ist Staatsoberhaupt und Oberbefehlshaber der Streitmächte eines arabischen Landes von über zehn Millionen Einwohnern, das von inneren und äusseren Konflikten geprägt ist.

Ernster Hintergrund bei Hochzeit von Rania und König Abdullah II. 

Selbst die glamouröse Verbindung von Husseins Eltern hat einen ernsten politischen Hintergrund. Mutter Rania entstammt einer palästinensischen Familie. Mit der Ehe wollte man die palästinensischen Flüchtlinge besänftigen und die innenpolitischen Spannungen Jordaniens befrieden. Das ist leidlich gelungen.

Das Königshaus von Jordanien muss seit jeher mit dem Schlimmsten rechnen. «Feinde hat die vom Westen protegierte und mit Israel zusammenarbeitende Herrscherfamilie viele – Islamisten sind darunter, andere arabische Herrscherdynastien und immer wieder auch Mitglieder der eigenen Familie», schrieb der «Spiegel» im vergangenen Frühjahr.

König Abdullah stellt Halbbruder unter Hausarrest

Zwei Wochen vor dem Krebstod von König Hussein I. setzte er seinen ältesten Sohn Abdullah als Thronfolger ein, mit der Vorgabe, dass Abdullahs jüngerer Halbbruder Hamzah Kronprinz wird. 2004 wurde der 43-Jährige jedoch vom Monarchen abgesetzt und sein ältester Sohn Hussein zum Thronfolger ernannt. Vor zwei Jahren wurde bekannt, dass König Abdullahs «straff organisierter Sicherheitsapparat» einen Putsch vereitelt konnte. Einer der Drahtzieher soll damals Hamzah gewesen sein, der unter Hausarrest gestellt wurde. Im Frühjahr 2022 verzichtete der einstige Thronfolger öffentlich auf den «Titel des Prinzen».

Der König erklärte öffentlich: «Wir werden Hamzah alles geben, was er braucht, um ein angenehmes Leben zu führen, aber er wird nicht den Raum haben, den er einst missbrauchte, um die Nation, ihre Institutionen und seine Familie zu beleidigen oder die Stabilität Jordaniens zu untergraben.»

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(kao, Spot On News)

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