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Zu viel Espresso ist ungesund4 Gründe, weshalb wir nur noch Filterkaffee schlürfen

Filterkaffee hat viele Vorteile. Wenn man einer schwedischen Studie glaubt, so verlängert er sogar unser Leben.

von
Lucien Esseiva
7.1.2021

Mit über 11 Kilogramm Kaffee pro Jahr sind die Luxemburger laut Statista.com Weltmeister im Kaffeetrinken. Dicht darauf folgen die Niederlande (8,9 Kilogramm), Finnland (8,4 Kilogramm) und Schweden (8 Kilogramm). Schweizerinnen und Schweizer konsumieren etwas mehr als fünf Kilogramm pro Jahr und Person.

Ein Grund für diese unglaubliche Menge an Kaffee ist die Tatsache, dass Filterkaffee in den top platzierten Ländern eine lange Tradition hat und am meisten getrunken wird. Das liegt an folgenden Punkten:

1. Filterkaffee ist easy

Eingiessen, warten, geniessen – so einfach ist die Zubereitung von Filterkaffee.

Eingiessen, warten, geniessen – so einfach ist die Zubereitung von Filterkaffee.

Mike Marquez/Unsplash

Die Zubereitung von Filterkaffee ist nicht nur eine der ältesten, sondern auch eine der einfachsten Varianten, um an eine Tasse Kaffee zu kommen. Dazu braucht es nicht einmal Strom, sondern nur Kaffeepulver, ein Gefäss mit Filter und heisses Wasser – fertig ist der dampfende Muntermacher. Ein netter Nebeneffekt: Ein Filterkaffee-Zubereiter ist super günstig.

2. Filterkaffee schmeckt besser

Geniesser wissen es schon länger: Filterkaffee schmeckt und ist gut verträglich. 

Geniesser wissen es schon länger: Filterkaffee schmeckt und ist gut verträglich.

Gian Cescon/Unsplash

Der Filter saugt beim Aufgiessen die im Kaffeepulver enthaltenen Fette, Bitterstoffe und Säuren – nicht aber das Koffein und den Geschmack auf, was eine Tasse Filterkaffee äusserst harmonisch, pur und bekömmlich macht. Die Intensität lässt sich individuell steuern.

3. Filterkaffee ist am gesündesten

Glaubt man den Forschenden aus Schweden, so lässt uns Filterkaffee sogar länger leben und laufen. 

Glaubt man den Forschenden aus Schweden, so lässt uns Filterkaffee sogar länger leben und laufen.

Filip Mroz/Unsplash

Letztes Jahr wurde zum ersten Mal der Einfluss der Kaffeezubereitung auf unsere Gesundheit in einer grossen Studie untersucht. Forscher der Universität Göteborg stellten sich die Fragen, welche Methode am gesündesten ist. Siebträger, Aufbrühen mit Filter, French Press, Moka? Das Urteil des Forscher Dag Thelle ist unmissverständlich: «Kaffee muss gefiltert sein.»

Denn ungefilterter Kaffee, so Thelle, enthalte Substanzen, die den Cholesterinspiegel im Blut erhöhen. Diese würden «durch die Verwendung eines Filters entfernt» und damit Herzinfarkte sowie vorzeitiger Tod «weniger wahrscheinlich».

4. Filterkaffee ist perfekt fürs Homeoffice

Computer, Schreibzeug und Kaffee gehören zu den wichtigsten Utensilien im Homeoffice. 

Computer, Schreibzeug und Kaffee gehören zu den wichtigsten Utensilien im Homeoffice.

Bruno Emmanuel/Unsplash

Ein Vorteil vom Arbeiten im Homeoffice ist der kurze Weg in die Küche. Das hat zur Folge, dass wir öfters mal etwas aus dem Kühlschrank snacken und auch mehr Kaffee trinken. Eine Steilvorlage für den Filterkaffee. Wegen seiner Bekömmlichkeit darf man gerne fünf Tassen pro Tag trinken, Espresso höchstens zwei, riet Ernährungsexperte Bas Kast der TV-Sendung «Maischberger».

Was macht Filterkaffee so gesund?

Professor Dag Thelle von der Universität Göteborg beschäftigt sich schon lange mit dem Einfluss des Kaffeekonsums auf die Gesundheit. Im April 2020 veröffentlichte er erstmals eine breit angelegte Studie, welche sich auch mit dem Effekt der Kaffeezubereitung auf unsere Gesundheit auseinandersetzt.

Dabei stellte er fest, dass ungefilterter Kaffe schädliche Stoffe enthält. Dabei handelt es sich um sogenannte lipidbildende Substanzen, die den Gesamtcholesterinspiegel und das schlechte Cholesterin (LDL) im Blut nach oben treiben und damit das Herzinfarkt- bzw. vorzeitige Todesrisiko erhöhen.

Für die Studie wurden die Daten von 500’000 gesunden Frauen und Männern zwischen 20 und 79 Jahren analysiert. Das Urteil von Professor Thelle: «Das Trinken von Filterkaffee ist sogar sicherer, als gar keinen Kaffee zu trinken.»

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22 Kommentare
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Zirm

08.01.2021, 12:30

Sieht wirklich wie Paid Post aus. Einst stimmt allerdings nicht: Espresso hat weniger Koffein als Fikterkaffee. Der Grund: Koffein löst sich nur langsam im Wasser, bei Fikterkaffee bleibt der Kaffee viel länger im Wasser als beim Espresso. Und was die Umwelt anbelangt: Espresso braucht erheblich weniger Wasser und Kaffeepulver als Filterkaffee.

gaia0509

08.01.2021, 11:05

ist das auch "umweltfreundlich"?

An Tirap

07.01.2021, 08:46

Wo steht paid post?!!