Vor Spiel gegen GC: Yb-Coach David Wagner will nix von einer Krise wissen
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«Das finde ich übertrieben»4 Pleiten in 5 Spielen – YB will vor GC-Kracher nix von einer Krise wissen

Am Samstagabend kommt es im Zürcher Letzigrund zum Duell zwischen GC und YB. Für GC-Trainer Contini bleibt YB trotz mehrerer Niederlagen der Favorit. YB-Coach Wagner möchte nicht von einer Krise sprechen.

von
Sven Forster
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David Wagner möchte trotz der Niederlagen nicht von einer Krise sprechen. 

David Wagner möchte trotz der Niederlagen nicht von einer Krise sprechen.

Claudio De Capitani/freshfocus
Am Samstag trifft YB auf Aufsteiger GC. 

Am Samstag trifft YB auf Aufsteiger GC.

Claudio De Capitani/freshfocus
Die Hoppers spielen in dieser Saison vorne mit. 

Die Hoppers spielen in dieser Saison vorne mit.

Claudio De Capitani/freshfocus

Darum gehts

  • GC und YB treffen am Samstag aufeinander.

  • Nach vier Niederlagen in fünf Spielen will YB wieder gewinnen.

  • Für GC bleibt der Schweizer Meister der Favorit.

Rekordmeister gegen amtierenden Meister, Platz 4 gegen Platz 3. Am Samstagabend kommt es im Zürcher Letzigrund zum Duell in der Super League zwischen YB und GC. Während die Hoppers von den vergangenen fünf Spielen nur eines verloren, setzte es für YB aus den vergangenen fünf Spielen vier Pleiten – darunter zwei in der Champions League gegen Villarreal.

Für GC-Trainer Giorgio Contini sind die Hoppers deshalb aber nicht der Favorit. «Es ist immer noch der Schweizer Meister.» Gegenüber dem SRF sprach Contini gar von einem gefährlichen angeschlagenen Boxer. Dem pflichtete GC-Allrounder Dominik Schmid bei: «Wir wissen, dass sie extrem stark sind und müssen extrem aufpassen. Wir werden aber probieren, für eine Überraschung zu sorgen.»

«Er hat wohl viele Follower»

Die Niederlagen von YB gegen Villarreal hat Contini nicht gross analysiert. «Ich habe den Match gesehen, aber es ist ein anderes Spiel. Der Gegner ist stärker und in der Champions League haben die Spieler einen anderen Fokus und andere Motivation.» Man habe sich mehrheitlich auf die Spiele gegen Lugano, St. Gallen oder auch gegen den FC Basel fokussiert.

Mit Kaly Sène ist auch der aktuelle Top-Spieler der Hoppers gesund. Nach seinem Auftritt in Sion wurde er bereits zum dritten Mal seit seiner Ankunft bei GC ins Team der Runde der Super League gewählt. Contini sagt lachend: «Er hat wohl viele Follower, die ihn wählen.» Klar ist jedoch, auf die geschwächte YB-Abwehr kommt ein schneller Stürmer zu, der in Form ist.

Bei den Bernern fehlen mit Zesiger, Lustenberger und Camara gleich drei potenzielle Stammverteidiger. YB-Trainer David Wagner sagt zu 20 Minuten: «Wir haben ein breites Kader und müssen in der Lage sein, abwesende Spieler zu ersetzen. Natürlich haben wir in der Innenverteidigung derzeit einen Engpass. Aber ich bin sicher, dass wir als Mannschaft eine gute Leistung zeigen werden. Dies gilt auch für die Defensive.»

Wagner spricht nicht von einer Krise

Für ihn ist wichtig, dass man in der Offensive wieder eine bessere Effizienz zeigt: «Wir hatten viele Chancen, aber daraus resultierten zu wenig Tore», so Wagner. Von einer Krise möchte der 50-Jährige jedoch nicht reden: «Die jüngsten Resultate entsprechen natürlich nicht unseren Ansprüchen. Aber von einer Krise zu sprechen, finde ich übertrieben. Wir haben zuletzt zweimal gegen den amtierenden Europa-League-Sieger Villarreal verloren und in Lugano und St. Gallen.»

Die vielen Spiele in kurzer Zeit und die bitteren Niederlagen in der Champions League sieht Wagner gegen die Hoppers nicht als Ausrede. «Nach dem Spiel in Villarreal waren sie enttäuscht und niedergeschlagen. Aber seit der Rückkehr nach Bern gilt unsere Konzentration dem Spiel vom Samstag gegen GC. Der Aufsteiger ist gut in Form. Darauf müssen wir uns einstellen.»

In der Tat: Die Hoppers haben sich dem Spitzentrio rund um den FC Basel, FC Zürich und YB genähert. Dass GC an der Spitzengruppe dran ist, freut GC-Trainer Contini: «Wir sind ein Stückchen näher an der Spitze. Wir entwickeln uns.» Auch bei den Spielern sorgt dieser Umstand für Freude: «Der Gedanke spornt an, dass man vorne mitspielt», so Schmid. Allerdings sagt der 23-Jährige auch: «Wir wollen alles Stück für Stück nehmen und wenn der Sieg kommt, ist es umso schöner.»

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