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Beachvolleyball 4 Schweizer Strandnixen in der Traumwelt

Beachvolleyball an der Copacabana ist so etwas wie die Visitenkarte dieser Spiele in Rio. Darauf stehen auch die Namen von vier Schweizerinnen.

von
M. Allemann
Brasilien
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Joana Heidrich mit Nadine Zumkehr und Anouk Vergé-Dépré mit Isabelle Forrer (v.l.) sind die beiden heissen Schweizer Eisen im Beachvolleyballturnier.

Joana Heidrich mit Nadine Zumkehr und Anouk Vergé-Dépré mit Isabelle Forrer (v.l.) sind die beiden heissen Schweizer Eisen im Beachvolleyballturnier.

Keystone/Laurent Gillieron
Zumkehr (r.) meint zum Turnier in Rio: «Hier kann fast jeder jeden schlagen. Es wird daher schon nicht einfach, es aus der Gruppe hinaus zu schaffen. Aber wenn dies gelingt, wird wiederum vieles möglich sein und damit liebäugeln wir natürlich auch»

Zumkehr (r.) meint zum Turnier in Rio: «Hier kann fast jeder jeden schlagen. Es wird daher schon nicht einfach, es aus der Gruppe hinaus zu schaffen. Aber wenn dies gelingt, wird wiederum vieles möglich sein und damit liebäugeln wir natürlich auch»

Keystone/Peter Klaunzer
Forrer (r.) sagt: «Hier Beachvolleyball spielen zu dürfen, ist eine grosse Belohnung. Und wir können uns noch zusätzlich belohnen, wenn wir gut spielen»

Forrer (r.) sagt: «Hier Beachvolleyball spielen zu dürfen, ist eine grosse Belohnung. Und wir können uns noch zusätzlich belohnen, wenn wir gut spielen»

Keystone/Peter Klaunzer

Das knapp 12'000 Zuschauern Platz bietende Beachvolleyball-Stadion wurde direkt am Strand der Copacabana aufgebaut. Ein paar Meter daneben lockt das Meer zum Abtauchen und den Spielerinnen bietet sich von der Bucht aus ein atemberaubender Blick. «Zu sagen braucht man eigentlich nichts mehr, die Bilder sprechen für sich», meint Nadine Zumkehr. Beachvolleyball in einer Traumwelt, zurück an seinem Ursprung. Deshalb und weil die Brasilianer von ihren Teams eine Medaillenflut erwarten, wird das am Samstag beginnende Turnier einer der Höhepunkte dieser Olympischen Spiele sein.

Mittendrin in diesem grandiosen Spektakel werden auch zwei Schweizer Beach-Pärchen stehen. Zumkehr und ihre Partnerin Joana Heidrich sowie Isabelle Forrer/Anouk Vergé-Dépré wollen dabei natürlich mehr als nur eine Statisten-Rolle einnehmen. «Hier Beachvolleyball spielen zu dürfen, ist eine grosse Belohnung. Und wir können uns noch zusätzlich belohnen, wenn wir gut spielen», sagt Forrer.

Rückflüge gehen erst nach dem Final

Das Ziel der beiden Schweizer Teams ist es, zunächst mal die Gruppenphase zu überstehen. Dafür müssen sie unter den vier Teams Erster oder Zweiter oder einer der besten vier Gruppendritten werden. «Hier kann fast jeder jeden schlagen. Es wird daher schon nicht einfach, es aus der Gruppe hinaus zu schaffen. Aber wenn dies gelingt, wird wiederum vieles möglich sein und damit liebäugeln wir natürlich auch», meint Zumkehr zur Ausgangslage. Die Rückflüge sind auf jeden Fall erst auf den 19. August gebucht. Das ist zwei Tage nach dem Final.

Mut macht den Schweizerinnen der letzte Test am prestigeträchtigen Major-Turnier in Klagenfurt, als Hedrich/Zumkehr am vergangenen Wochenende den zweiten Platz erreichten. «Deshalb reisten wir mit viel Selbstvertrauen im Gepäck in Rio an. Nachdem es zuvor nicht so lief, wissen wir nun was wir können», sagt Zumkehr. Auch Vergé-Dépré/Forrer erreichten in Klagenfurt mit Rang 5 ein starkes Resultat.

Mix zwischen Fokus und Genuss finden

Heidrich/Zumkehr bekommen es in ihrer Olympia-Gruppe mit den Kanadierinnen Barnsley/Pavan, den Holländerinnen Van der Vliest/Van Gestel und den Deutschen Borger/Büthe zu tun. Eine schwierige Gruppe, aber Rang 2 hinter Borger/Büthe müsste trotzdem möglich sein. Gleiches gilt für Vérge-Dépré/Forrer, die ihn ihrer Gruppe nach den amerikanischen Gold-Favoritinnen Walsh Jennings/Ross am stärksten einzustufen sind, knapp vor Wang/Yue (China) sowie Laird/Atacho del Solard (Australien).

Doch Berechnungen dieser Art möchten die Direktbeteiligten keine anstellen. «Wir sind damit gut gefahren, Punkt für Punkt und Spiel für Spiel zu nehmen», erläutert Heidrich. Und natürlich möchten die vier Schweizerinnen die Spiele und diese besondere Atmosphäre an der Copacabana auch ein wenig geniessen. «Man muss den richtigen Mix zwischen Fokus und Genuss finden», sagt Zumkehr. Forrer schliesst dabei auch nicht aus, zur Abkühlung gelegentlich ein Bad im Meer zu nehmen. Alles andere wäre an einem solchen Arbeitsplatz auch ein gravierendes Versäumnis.

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