Google: 40'000 Bewerbungen für 1500 Praktikumsstellen
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Google40'000 Bewerbungen für 1500 Praktikumsstellen

Der Weg zu einem Ausbildungsplatz bei Google ist steinig. Doch die Mühe lohnt sich: Der Suchmaschinenkonzern bietet ein angenehmes Arbeitsklima und spannende Einblicke.

von
sts

Der Arbeitsalltag eines Praktikanten kann hart sein: Eigentlich erhofft sich der Berufseinsteiger, in seinem Arbeitsfeld neue Erfahrungen zu sammeln und wichtige Kontakte zu knüpfen. Doch in einigen Unternehmen müssen erstmals wochenlang Kaffee gekocht, Böden gewischt und Kopien gemacht werden. Bieten sich zudem praktisch keine Aufstiegschancen und sind die Kollegen alles andere als hilfsbereit, können schon einmal Zweifel an der Berufswahl aufkommen. Glücklicherweise gibt es jedoch auch noch die anderen Praktika, die den Neulingen spannende Einblicke in die Unternehmenspraxis erlauben und eine Möglichkeit zur Festanstellung bieten.

Google gehört definitiv zu den guten Arbeitgebern. Die Mitarbeiter werden gefördert, erhalten kostenloses Essen, dürfen das interne Fitness-Studio benutzen, werden gerecht entlöhnt und haben bei guten Leistungen reale Chancen auf einen Anschlussjob. Kein Wunder, erhält der Konzern jedes Jahr rund 40'000 Bewerbungen für seine 1500 Praktikumsstellen. Ehemalige Inhaber dieser heiss begehrten Plätze erzählen im Internet-Forum «Quora» von ihren Erlebnissen beim Suchmaschinenriesen. Die US-Technologie-Website «Business Insider» hat diese Diskussionen zusammengefasst.

Nach drei Vorstellungsgesprächen kam die Absage

Bewerber für ein Praktikum müssen mit ihrem Notendurchschnitt, bisherigen Arbeitserfahrungen und gemeinnütziger Arbeit überzeugen. Einige Schulabgänger berichteten von wochenlangem Warten auf eine Antwort des Traumarbeitgebers. Ein anderer Kandidat musste bei seinem ersten Vorstellungsgespräch bei Google einen Programmier-Code schreiben. Obwohl ihm dies gelang, erhielt er die erträumte Stelle nach insgesamt drei Gesprächen doch nicht.

Ist man aber einmal bei Google dabei, sorgt der kalifornische Konzern äusserst gut für seinen Nachwuchs. Es wird bei der Suche nach einem Zimmer geholfen und der Transport zum Firmensitz organisiert. Die Kosten dafür werden von dem Internetriesen übernommen. Zudem dürfen die Praktikanten sämtliche Unternehmensbereiche kennenlernen und gemeinsam an Projekten arbeiten. Als Schattenseite nannte ein Diskussionsteilnehmer, dass sich einige Praktikanten nicht gleich behandelt fühlten wie die Vollzeitangestellten.

Google Glass im Vorfeld gesehen

Gelobt wurde von allen Forumsmitgliedern die Arbeitsatmosphäre und dank der Transparenz des Unternehmens gebe es auch keine Geheimnisse. Eine Ex-Praktikantin schrieb, die offenen Büros würden die Unternehmenskultur widerspiegeln. Jeden Donnerstag beantworten die beiden Google-Gründer Larry Paige und Sergey Brin Fragen von Mitarbeitern. Zudem werden neue Technologien gezeigt. Bei einem dieser Treffen sei auch Google Glass vorgestellt worden – Monate bevor die Datenbrille der Öffentlichkeit präsentiert wurde.

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