Aktualisiert 26.06.2017 16:02

Forscher wollen Daten

40'000 Schweizer sollen einen Sex-Kalender führen

Junge Erwachsene erhalten in diesen Tagen einen Brief. Darin werden sie gebeten, im Detail über ihr Sexleben Auskunft zu geben.

von
20M
Die Forscher wollen wissen, wies im Schlafzimmer der jungen Schweizer aussieht.

Die Forscher wollen wissen, wies im Schlafzimmer der jungen Schweizer aussieht.

Grinvalds

Sexting, Viagra, die Pille danach, das Ende der Tabus rund um Homosexualität und das Bewusstsein über das Transgender-Phänomen: In den letzten 20 Jahren hat sich eine Menge in Sachen Sexualität verändert. Ein interdisziplinäres Forscherteam der Universität und des Universitätsspitals Lausanne sowie des Universitätsspitals Zürich wollen eine Bestandsaufnahme des Sexuallebens heutiger Jugendlicher vornehmen.

Die Studie startet mit Briefen an 40'000 Menschen, die zwischen 1989 und 1993 geboren wurden. Sie sollen unter anderem zu ungeschütztem Sex mit Gelegenheitspartnern oder funktionalen Problemen wie vaginale Trockenheit und vorzeitige Ejakulation Auskunft geben.

Letzte Umfrage liegt über 20 Jahre zurück

Die Befragten werden zufällig ausgewählt und können online einen anonymen «Lebenskalender» ausfüllen, in dem sie die Ereignisse notieren können. Ziel ist es, mindestens 10'000 Teilnehmende zu gewinnen. Erste Resultate sollen Anfang 2018 veröffentlicht werden, gefolgt von mehreren Fachpublikationen zu verschiedenen Aspekten des Projekts.

Die letzte Umfrage zum Sexualleben junger Menschen fand im Jahr 1995 statt, als die Gesellschaft viele der grossen Umwälzungen der jüngeren Vergangenheit noch nicht durchlebt hatte - darunter unter anderem der Siegeszug von Internet und sozialen Netzwerken.

(20M/sda)

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