-40,8 Grad in Finnland - Kälte zieht westwärts
Aktualisiert

-40,8 Grad in Finnland - Kälte zieht westwärts

Nach Russland hat die Kältewelle nun auch Skandinavien erreicht: Im finnischen Lappland fielen die Temperaturen am Wochenende auf unter 40 Grad Frost. In Osteuropa stieg die Zahl der Kälteopfer weiter an.

In Polen starben in den letzten zwei Tagen nach Polizeiangaben über 20 Menschen an Unterkühlung. Für die nächsten Tage sei im ganzen Land erneut bittere Kälte vorhergesagt. Bei Temperaturen von fast minus 30 Grad seien insbesondere Obdachlose und Betrunkene gefährdet.

Leichte «Entspannung»

In Moskau entspannte sich die Lage bei vergleichsweise milden 19 bis 22 Grad Frost leicht, bevor ab Montag wieder Tiefsttemperaturen von minus 30 Grad erwartet wurden. In ganz Russland forderte die ungewöhnlich lange Kältewelle mehrere Dutzend Todesopfer und brachte zahlreiche Störungen der Energieversorgung mit sich.

In der Ukraine stieg die Zahl der Toten seit Beginn der Kältewelle auf 18. Mindestens 86 Menschen wurden in Folge der eisigen Temperaturen ins Spital eingeliefert. Am Samstag lagen die Temperaturen in weiten Teilen des Landes nach Angaben von Meteorologen bei minus 25 Grad.

In Tschechien erfroren seit Beginn der Rekordkältewelle vor einer Woche 13 Menschen. In Estland, wo die Temperaturen am Samstag auf bis minus 33 Grad fielen, starben im Zusammenhang mit der Kältewelle 4 Menschen.

-40.8 Grad in Finnland

Wie das Meteorologische Institut in Helsinki am Sonntag mitteilte, wurden in der Nacht zuvor minus 40,8 Grad in der Gemeinde Naruska gemessen. Trotz klirrender Kälte überall in Skandinavien normalisierte sich die Verkehrslage aber weitgehend.

Heftiger Schneefall und stürmische Winde hatten zum Auftakt des Wochenendes für chaotische Zustände gesorgt. In Norwegen wurden rund 300 Häuser beschädigt, für 13 000 Haushalte fiel die Stromversorgung aus. In Dänemark mussten mehrere hundert Autofahrer vor der wegen Eisschlaggefahr gesperrten Brücke über den Grossen Belt in ihren Wagen übernachten.

Busunglück in Türkei

In der Türkei waren laut der Nachrichtenagentur Anadolu von der Kälte besonders der Osten Anatoliens sowie die Schwarzmeerregion betroffen. Hier waren etwa 3600 Dörfer wegen heftiger Schneefälle von der Aussenwelt abgeschnitten.

In der östlichen Provinz Bitlis kamen acht Menschen ums Leben, als eine Lawine einen Bus ins Tal riss. Der Überlandbus war in der Nacht zum Samstag in den Taurusbergen der osttürkischen Provinz Bitlis im Schnee stecken geblieben und danach von der Lawine überrollt worden.

(sda)

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