Zürich: «40% der Besucher an der Man's World sind Frauen»
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Zürich«40% der Besucher an der Man's World sind Frauen»

Die Man's World findet am Wochenende zum zweiten Mal statt – in Zürich. Bald expandieren die Veranstalter auch nach Hamburg und in die Westschweiz.

von
rom

Die Man's World findet am Wochenende zum zweiten Mal statt – in Zürich. Die Vorbereitungen laufen auf Hochtouren.

Herr Rasumowsky, vom 2. bis 5. Februar steht die zweite Man's World an. Was ist anders als bei der Erstausgabe vor einem Jahr?

Sie ist mit rund 100 Brands fast doppelt so gross. Weiter schaffen wir neu Verweilzonen, damit man zum Essen endlich sitzen kann. Es gibt auch mehr Gadgets und Games. Darunter beispielsweise retrofuturistische Maschinen eines Steampunk-Künstlers. Und wir sind neu in Oerlikon, in der ehemaligen ABB-Halle StageOne.

Ein Nachteil?

Immerhin sind beide Standorte etwa gleich nahe bei einem Bahnhof. Das ist wichtig, denn wir empfehlen mit Blick auf das grosse Whisky- und Gin-Sortiment für die An- und Abreise den öffentlichen Verkehr.

Letztes Jahr haben Sie mit einem richtigen Panzer geworben, dieses Jahr ist es ein Helikopter ...

Typische Männer-Spielzeuge eben. Am liebsten würden wir einen ganzen Spielplatz in Echtgrösse aufbauen, also auch mit Feuerwehrautos und so weiter – aber hierfür fehlt der Platz. Letztlich ist die Man's World ein Spielplatz für Erwachsene.

Das Wort Messe kommt Ihnen nicht über die Lippen?

Nein. Messe erinnert uns an grell beleuchtete Hallen, Prozentflyer und Schnäppchenjäger. An der Man's World hingegen gehts um Qualität, im Hintergrund läuft etwa Musik von Frank Sinatra. Es gibt auch keine leicht bekleideten Hostessen.

A propos Hostessen – wie hoch war der Frauenanteil unter den Besuchern letztes Jahr?

Rund 40 Prozent der 11'000 Besucher waren Frauen. Ein Grossteil davon begleitete den Vater, Bruder, Ehemann oder Freund. Es gab aber auch ganze Frauen-Gruppen, die einfach zum Schauen kamen. Es soll ja von attraktiven Männern gewimmelt haben. Ich weiss sogar von zwei Beziehungen, die an der Man's World ihren Anfang nahmen.

Attraktive Männer, Whisky, Helikopter – das klingt alles arg nach Klischees.

Wir spielen gern mit Klischees. Auch der Namen Man's World soll die Diskussion anregen. Denn im Prinzip ist das meiste Gezeigte unisex, mal abgesehen vom Barber Shop und dem Fashionangebot. Frauen können ebenso gut in den Helikopter sitzen oder Zigarren rauchen.

Wenn das meiste unisex ist, wozu braucht es überhaupt eine Man's World?

Zur Auflockerung. Das tut uns Männern gut. Das denken wir insbesondere auch mit Blick auf das aktuelle Weltgeschehen.

Also wird es eine dritte Ausgabe in Zürich geben?

Davon bin ich überzeugt. Zumal wir auch expandieren. Im kommenden Frühsommer richten wir die erste Man's World in der Westschweiz aus – der Ort ist noch offen – und im November starten wir in Hamburg durch.

Warum gerade in Hamburg?

Weil es eine coole Stadt ist und weil der Hafen mit seinen Schiffscontainern so was von Man's World ist (schmunzelt).

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