Aktualisiert 28.07.2016 13:47

Rapperswil-Jona SG40 Hunde, eine Krabbe und ein Pony kamen ins Kino

In einem Kino in Rapperswil-Jona durften am Mittwoch Haustiere mitkommen. Trotz vorgängiger Kritik des Tierschutzes gab es laut dem Besitzer keine Zwischenfälle.

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som
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Am 27. Juli 2016 durften Haustiere ins Rapperswiler Kino Leuzinger mitkommen - vor allem Hunde waren zahlreich vertreten.

Am 27. Juli 2016 durften Haustiere ins Rapperswiler Kino Leuzinger mitkommen - vor allem Hunde waren zahlreich vertreten.

Michael Trost/ Zürichsee-Zeitung
Die anwesenden Haustiere haben sich laut Kinobesitzer Christian Meier absolut vorbildlich verhalten: «Es gab keine aggressiven Szenen oder sonstige unangenehme Zwischenfälle.»

Die anwesenden Haustiere haben sich laut Kinobesitzer Christian Meier absolut vorbildlich verhalten: «Es gab keine aggressiven Szenen oder sonstige unangenehme Zwischenfälle.»

Michael Trost/ Zürichsee-Zeitung
Die tierischen und menschlichen Kinobesucher schauten am Mittwochabend die Vorpremiere des Animationsfilms «The Secret Life of Pets». Die folgenden Bilder zeigen Szenen aus dem Film.

Die tierischen und menschlichen Kinobesucher schauten am Mittwochabend die Vorpremiere des Animationsfilms «The Secret Life of Pets». Die folgenden Bilder zeigen Szenen aus dem Film.

Universal Pictures Switzerland

Kinos gelten als tierfreie Zone. Die Kinobar Leuzinger in Rapperswil-Jona brach am Mittwochabend jedoch diese Regel und rief vor der Schweizer Vorpremiere des Tier-Animationsfilms «The Secret Life of Pets» die Besucher dazu auf, ihre Haustiere mitzubringen.

Es kamen zahlreiche, insgesamt sassen über 40 Tiere und 92 Menschen im Saal, wie Besitzer Christian Meier auf Anfrage sagt: «Hauptsächlich kamen Hunde, doch es waren auch Mäuse, eine Krabbe und ein Pony unter den Gästen.» Nur die angemeldete Katze glänzte durch Abwesenheit: «Vielleicht ist ein Kino auch nicht der richtige Ort für diese Tiere.»

«Keine aggressiven Szenen»

Dafür haben sich laut Meier die anwesenden Haustiere absolut vorbildlich verhalten: «Es gab keine aggressiven Szenen oder sonstige unangenehme Zwischenfälle.» Genau dies hatte Hedy Kessler vom Tierschutz Linth im Vorfeld befürchtet: «Im Kinosaal könnten Hunderassen aufeinandertreffen, die sich nicht riechen können und aufeinander losstürmen.»

Die Besucher hingegen hatten am Mittwoch keine Angst vor einem Chaos: «Wenn wir erst einmal entspannt im Kinosaal sitzen, relaxen auch die Hunde», sagte etwa Chris Schuch, Besitzer der Bulldoggen Sugar und Pepper, zur «Zürichsee-Zeitung» kurz vor der Vorstellung.

Hunde schliefen während des Films

Auch Kinobesitzer Meier hielt die Befürchtungen des Tierschutzes von Anfang an für unbegründet, wie er zu 20 Minuten sagt: «An einer Hundeausstellung etwa treffen doch viel mehr Tiere aufeinander und es gibt auch kaum Probleme.» Zudem lasse er etwa einzelne Hunde schon seit längerer Zeit in sein Kino: «Meistens schlafen sie während des Films.»

Und so sei es auch am Mittwochabend gewesen: «Die Hunde haben nur bei der Werbung kurz reagiert, als ein Leopard brüllte – der Film war jedoch nicht mehr besonders interessant für sie.» Wach waren sie erst danach wieder, als der Tierfotograf zum Gruppenbild aufrief. «Es war faszinierend, wie die Hunde absolut diszipliniert nebeneinander posierten», sagt Meier.

Auch von den Besitzern habe man nur positives Feedback erhalten. Ob er die tierische Vorstellung so nochmals durchführen wird, ist noch ungewiss: «Klar ist aber, dass man sich gerade als kleines Kino etwas Besonderes einfallen lassen muss, um längerfristig zu überleben.»

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