40 Prozent der US-Kinder halten Hotdogs und Speck für Pflanzen
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Studie40 Prozent der US-Kinder halten Hotdogs und Speck für Pflanzen

Je älter wir werden, desto mehr wissen wir. Daher ist es ganz logisch, dass wir in jungen Jahren öfter mal daneben liegen. Die Annahmen von Vier- bis Siebenjährigen in den USA zu der Herkunft einiger Lebensmittel überrascht dann doch.

von
Fee Anabelle Riebeling
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Woher kommen Hotdogs? Auf diese Frage gaben Kinder in den USA eine eher unerwartete Antwort.

Woher kommen Hotdogs? Auf diese Frage gaben Kinder in den USA eine eher unerwartete Antwort.

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40 Prozent der insgesamt 176 vier- bis siebenjährigen Teilnehmer einer Studie tippten auf einen pflanzlichen Ursprung. 

40 Prozent der insgesamt 176 vier- bis siebenjährigen Teilnehmer einer Studie tippten auf einen pflanzlichen Ursprung.

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41 Prozent glaubten auch, dass Speck von Pflanzen stammt. 

41 Prozent glaubten auch, dass Speck von Pflanzen stammt.

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Darum gehts

  • Viele Kinder können die Herkunft gängiger Lebensmittel nicht richtig benennen.

  • Das ist das Ergebnis einer Studie aus den USA.

  • Weiter zeigt die Arbeit, dass viele Kinder Tiere nicht als geeignete Nahrungsquelle ansehen – etwa Hühner, Kühe und Schweine.

  • Das bietet laut den Autoren neue Möglichkeiten für die Normalisierung einer «umweltverträglichen Ernährung».

Eine neue Studie hat ergeben, dass ein erheblicher Prozentsatz der vier- bis siebenjährigen Kinder in den Vereinigten Staaten glaubt, dass Hotdogs, Hamburger und Speck aus Pflanzen stammen. Für die Arbeit baten Psychologen der Furman University im US-Bundesstaat South Carolina die 176 Kinder einige Lebensmittel zu kategorisieren, darunter Käse, Pommes frites, Speck, Popcorn, Garnelen, Mandeln und Ei.

Die Antworten brachten eine Reihe von Überraschungen zu Tage. So glaubten 47 Prozent der Teilnehmer, dass Pommes frites von Tieren stammen. Doch auch bei anderen Produkten lagen sie daneben. Käse wurde häufig fälschlicherweise als pflanzlich eingestuft. Nur 44 Prozent der Befragten gaben an, er stamme von Tieren. 41 Prozent glaubten, dass Speck aus einer Pflanze stammt. 40 Prozent sagten dasselbe über Hotdogs. Selbst Chicken Nuggets, die das Huhn im Namen tragen, wurden in 38 Prozent der Fälle fälschlicherweise als pflanzlich bezeichnet. «Popcorn und Mandeln wurden ebenfalls häufig als tierisch eingestuft, jeweils von mehr als 30 Prozent der Kinder», schreibt das Team um Erin R. Hahn im «Journal of Environmental Psychology».

«Kinder sind naive Fleischesser»

Die Forschenden bewerteten nicht nur das Wissen der Kinder über die Herkunft von Lebensmitteln, sondern untersuchten auch, welche Tiere und Pflanzen nach Meinung der Kinder gegessen werden können und welche nicht. Ergebnis: Die Mehrheit glaubt, dass Kühe (77 Prozent), Schweine (73 Prozent) und Hühner (65 Prozent) ungeniessbar sind. Sand betrachtete ein Prozent als essbar. Fünfmal mehr Kinder glaubten, dass Katzen eine Art von Nahrung sind.

Dass die befragten Kinder derart häufig daneben liegen, betrachten die Forschenden als Chance: «Die meisten Kinder in den USA essen tierische Produkte, aber im Gegensatz zu Erwachsenen, die ein ganzes Arsenal von Strategien entwickelt haben, um den Verzehr von Tieren zu rechtfertigen, scheinen Kinder naive Fleischesser zu sein», so das Team in seiner Diskussion. «Die Studie deutet darauf hin, dass Kinder unwissentlich Fleisch essen. Die Kindheit stellt daher möglicherweise ein einzigartiges Zeitfenster dar, in dem eine lebenslange pflanzliche Ernährung leichter eingeführt werden kann als im späteren Leben.»

Eltern sind gefragt

Das Team glaubt, dass ein Teil des mangelnden Wissens darauf zurückzuführen sein könnte, dass die Eltern den Kindern das Wissen über die Herkunft von Fleisch vorenthalten, weil sie es für zu grausam halten, um es ihnen in einem so jungen Alter zu vermitteln. «Anstatt die Unannehmlichkeiten des Kochens mehrerer Mahlzeiten auf sich zu nehmen oder sich den Emotionen zu stellen, die mit der Enthüllung einhergehen, dass der Speck auf dem Teller ihres Kindes einst ein lebendes, atmendes Schwein war, umgehen manche Eltern die Wahrheit durch eine vage Terminologie, die potenziell dauerhafte Auswirkungen auf die Essgewohnheiten ihrer Kinder hat.»

Die Gruppe um Hahn ist der Ansicht, dass Kinder sich eher zu pflanzlichen Lebensmitteln hingezogen fühlen, wenn sie offener über die Herkunft von Lebensmitteln sprechen und mehr Fleischalternativen anbieten. «Auf familiärer Ebene kann jugendlicher Klimaaktivismus am Esstisch beginnen», so die Forschenden.

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