Aktualisiert 21.02.2019 14:18

200 Fahrten in 3 Jahren

40 Tonnen Lebensmittel in die Schweiz geschmuggelt

Ein Mann aus Deutschland hat über 40 Tonnen Lebensmittel unverzollt in die Schweiz gebracht. Dem Staat entgingen Abgaben in der Höhe von 400'000 Franken.

von
tam
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Die Eidgenössische Zollverwaltung hat Mitte Februar 2020 83 Kilogramm Marihuana am Flughafen Zürich sichergestellt.

Die Eidgenössische Zollverwaltung hat Mitte Februar 2020 83 Kilogramm Marihuana am Flughafen Zürich sichergestellt.

EZV
Die 79 vakuumverpackten Pakete kamen von Johannesburg und sollten nach Wien.

Die 79 vakuumverpackten Pakete kamen von Johannesburg und sollten nach Wien.

EZV
Die Kantonspolizei Zürich hat im Jahr 2019 insgesamt über vier Tonnen Drogen am Flughafen sichergestellt, darunter Kokain, Haschisch und Khat.

Die Kantonspolizei Zürich hat im Jahr 2019 insgesamt über vier Tonnen Drogen am Flughafen sichergestellt, darunter Kokain, Haschisch und Khat.

Kantonspolizei Zürich

Rund 200 Mal ist ein Mitarbeiter eines Lebensmittelhändlers aus Deutschland mit unverzollter Ware über die Schweizer Grenze gefahren – teilweise mit mehreren Hundert Kilogramm Fleischwaren im Gepäck. So konnte er innerhalb von drei Jahren insgesamt 40 Tonnen Lebensmittel schmuggeln. Die illegalen Grenzübertritte erfolgten jeweils in seinem Privatauto im Raum Schaffhausen.

Geschmuggelt hat der Mann vor allem Fleisch- und Wurstspezialitäten aus seinem Heimatland Portugal, wie die Eidgenössische Zollverwaltung (EZV) mitteilte. Auf diese Waren fallen bei der Einfuhr hohe Zölle an. Zu den Abnehmern der geschmuggelten Lebensmittel gehörten elf Händler von portugiesischen Spezialitäten in fünf Kantonen. Die Waren wurden jeweils knapp unter den üblichen Handelspreisen verkauft.

400'000 Franken plus Busse

Durch den Schmuggel entgingen dem Staat Abgaben in der Höhe von über 400'000 Franken. Nach umfangreichen Ermittlungen hat die EZV gegen zwölf Personen eine Strafuntersuchung durchgeführt. Von den Beschuldigten werden die entgangenen Abgaben nachgefordert. Zudem müssen sie mit einer Busse rechnen. Einzelne Beschwerden gegen die Verfügungen sind noch hängig.

Bei solchen Untersuchungen ist die gute Zusammenarbeit zwischen verschiedenen Stellen wichtig, heisst es in der Mitteilung der EZV. Unter anderem seien Durchsuchungen und Beschlagnahmungen von Beweismitteln im Ausland durch die Deutschen Zollbehörden durchgeführt worden – im Rahmen der Amtshilfe im Betrugsbekämpfungsabkommen zwischen der Schweiz und der EU.

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