Aktualisiert 30.06.2009 09:28

Gefährliche Bahnübergänge40 Tote im öffentlichen Verkehr

Bei Unfällen mit öffentlichen Verkehrsmitteln sind im vergangenen Jahr in der Schweiz 40 Menschen ums Leben gekommen. Die meisten dieser Unfälle ereigneten sich laut Bundesamt für Verkehr (BAV) auf Bahnübergängen und Bahngeleisen.

Die Verunglückten hätten die Geleiseanlagen entweder gar nicht betreten dürfen, oder sie waren zu wenig vorsichtig, wie das BAV in einer Mitteilung vom Dienstag schrieb. Passagieren von Zügen oder Trams kamen im vergangenen Jahr keine ums Leben.

Dagegen kam Anfang Januar 2008 bei einem Seilbahnunfall ein Mensch ums Leben, als bei einer Sesselbahn auf der Kleinen Scheidegg wegen einer Windböe mehrere Sessel zu Boden stürzten. Drei Personen kamen auf einer Busfahrt ums Leben.

Im Vergleich zu 2007 starben im vergangenen Jahr 10 Menschen mehr bei Unfällen mit öffentlichen Verkehrsmitteln. 23 (Vorjahr: 22) kamen bei Bahnunfällen um und 16 (11) bei Unfällen mit Bussen, Trams und Autobussen. 182 (154) Personen wurden bei Unfällen mit öffentlichen Verkehrsmitteln schwer verletzt.

Die 190 gefährlichsten Bahnübergänge in der Schweiz sind bis auf zwei in Appenzell saniert. Dies gab die von Verkehrsminister Moritz Leuenberger eingesetzte Taskforce vergangene Woche bekannt. In Europa verunfallten 2008 rund 600 Menschen an Bahnübergängen.

(sda)

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