Aktualisiert 16.06.2015 15:08

Schönenbaumgarten TG

400 Eichen gerodet – war es die Rache eines Kiffers?

In einem Thurgauer Wald sind 400 Jungeichen gerodet worden. Möglicher Grund: Der Waldbesitzer hatte zuvor ein illegales Hanffeld gemeldet.

von
eli
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Ein ganzes Hanffeld hatte der Thurgauer Waldbesitzer im vergangenen Sommer in seinem Wald entdeckt. Die Polizei rodete die Anlage, worauf...

Ein ganzes Hanffeld hatte der Thurgauer Waldbesitzer im vergangenen Sommer in seinem Wald entdeckt. Die Polizei rodete die Anlage, worauf...

... in dem Wald rund hundert Bäume zerstört wurden. Der Waldbesitzer geht von einem Racheakt aus.

... in dem Wald rund hundert Bäume zerstört wurden. Der Waldbesitzer geht von einem Racheakt aus.

400 Jungeichen hätten Unbekannte in den letzten zwei Wochen aus einem Wald bei Schönenbaumgarten entwendet, meldete die Thurgauer Kantonspolizei am Dienstag. Allerdings ist unklar, ob die Bäume tatsächlich gestohlen oder einfach gerodet worden sind.

Wie der Besitzer des Waldes gegenüber 20 Minuten bestätigt, ist es nicht der erste derartige Vorfall. Der Mann hatte vergangenes Jahr ein illegales Hanffeld entdeckt, das in seinem Wald angelegt worden war, und es der Polizei gemeldet. Die Polizei rodete den Hanf.

«Wenig später wurden im Gebiet rund hundert meiner Bäume zerstört», so der Waldbesitzer. Er geht davon aus, dass es ein Racheakt des unbekannten Hanfbauern war. Auf eine Anzeige verzichtete er damals. «Ich dachte, er habe nun seine ‹Freude› gehabt», so der Waldbesitzer.

Rund 3000 Franken Schaden

Womöglich hat er sich getäuscht: Nun sind es 400 Jungeichen, die gerodet wurden. Auch diesmal geht der Waldbesitzer davon aus, dass es der Hanfpflanzer war: «Wer sonst sollte so etwas tun?» Die Bäume zu stehlen und irgendwo anders wieder einzupflanzen sei zu dieser Jahreszeit kaum möglich.

Die Bäume, die auf einer eingezäunten Fläche im Gebiet Höchste zwischen Zuben und Schönenbaumgarten standen, waren Teil eines kantonalen Eichen-Förderungsprogramms. Den Schaden schätzt der Waldbesitzer auf rund 3000 Franken.

Bei der Thurgauer Polizei wollte man einen möglichen Zusammenhang zwischen der Hanf- und der Eichenrodung nicht kommentieren. «Die Ermittlungen laufen», so Polizeisprecher Matthias Graf.

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