400 Kinderporno-Konsumenten verurteilt
Aktualisiert

400 Kinderporno-Konsumenten verurteilt

Bei der Operation «Genesis» gegen Kinderpornografie im Internet sind in der Schweiz bisher 1001 Personen angezeigt worden.

In 841 Fällen kam es zu Gerichtsentscheiden. In knapp 400 Fällen wurden Verurteilungen ausgesprochen.

Laut einer provisorischen Bilanz des Bundesamtes für Polizei (fedpol) wurden schweizweit 174 bedingte Freiheitsstrafen ausgesprochen, wie fedpol-Sprecher Guido Balmer gegenüber der Nachrichtenagentur sda sagte. In 219 Fällen wurden Bussen verhängt. In 448 Fällen wurde das Verfahren eingestellt.

Am Donnerstag wurde in Genf ein Verfahren gegen acht Personen im Zusammenhang mit Kinderpornografie eröffnet. Die Urteile werden noch vor Jahresende erwartet. Zusammen mit den Genfer Fällen sind noch etwa 160 Verfahren hängig.

Besonders stark betroffen von «Genesis» war der Kanton Zürich. Hier wurden 320 Personen angezeigt, davon wurden 124 zu Bussen oder bedingten Freiheitsstrafen verurteilt. In Bern wurden 131 Verfahren eröffnet, und es kam zu 68 Verurteilungen zu Bussen oder bedingten Haftstrafen. In sämtlichen Kantonen ausser in Appenzell Innerrhoden gab es Verurteilungen.

Das Bundesamt für Polizei sammelt derzeit die Daten aus den Kantonen für eine gesamtschweizerische Bilanz der Operation «Genesis». Balmer konnte noch nicht sagen, wann genau diese vorliege.

Die Polizeiaktion «Genesis» gegen Kinderpornografie im Internet war im Jahr 2002 gestartet worden. Die Überprüften waren Kunden der amerikanischen Firma Landslide, die im Internet Kinderpornos anbot.

(sda)

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