Aktualisiert 05.02.2017 12:56

Türkei400 Personen bei Anti-IS-Razzia festgenommen

In der Türkei hat die Polizei landesweit mehrere Durchsuchungen durchgeführt. Dutzende mutmassliche IS-Anhänger wurden gefasst.

von
woz
Schlag gegen Islamisten: Polizisten brechen eine Tür in Adiyaman auf. (5. Februar 2017)

Schlag gegen Islamisten: Polizisten brechen eine Tür in Adiyaman auf. (5. Februar 2017)

Keystone

Die türkische Polizei hat bei Razzien in mehreren Provinzen insgesamt fast 400 mutmassliche Anhänger der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) festgenommen. 150 davon seien in der südtürkischen Provinz Sanliurfa nahe der syrischen Grenze in Gewahrsam genommen worden, berichtete die Nachrichtenagentur DHA. Ausserdem wurde Material gefunden, das mit IS-Extremisten in Verbindung stehe.

In der Hauptstadt Ankara seien 60 mutmassliche IS-Anhänger festgenommen worden. Nach Angaben der amtlichen Nachrichtenagentur Anadolu sind die meisten von den Festgenommenen in Ankara keine türkischen Staatsbürger.

Weitere Polizeirazzien gab es laut DHA und Anadolu unter anderem in der Metropole Istanbul, im westtürkischen Izmir, im südtürkischen Adana und im zentraltürkischen Konya.

IS bekennt sich zu Anschlag auf Club

Die türkische Führung macht den IS für zahlreiche Terroranschläge im Land verantwortlich. Der IS bekannte sich zudem zu dem Angriff in der Silvesternacht auf den Club Reina mit 39 Toten. Der Hauptverdächtige befindet sich in Polizeigewahrsam.

Die türkische Armee kämpft seit August im Nachbarland Syrien gegen den IS. Anadolu berichtete am Sonntag, die türkische Luftwaffe habe in den vergangenen 24 Stunden Luftschläge in der nordsyrischen Region Al-Bab geflogen. 33 IS-Kämpfer seien «neutralisiert» – also getötet, verletzt oder gefangen genommen – worden. (woz/sda)

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