Aktualisiert 13.05.2012 00:01

Jubilar Alex Frei«400 Tore werden schwierig in meinem Alter»

«Dasch emol e Gool». FCB-Stürmer Alex Frei feiert seinen 300. Treffer in der Profikarriere und der FC Basel nach dem 6:3-Sieg gegen GC sein 26. Spiel ohne Niederlage en suite.

von
Eva Tedesco

FCB-Stürmer Alex Frei erzielt Tor Nummer 300 in seiner Profikarriere. (Video: 20 Minuten Online)

0:1. 1:1. 2:1. 3:1. 4:1. 5:1. 5:2. 5:3. 6:3. Wahnsinn. Neun Tore gab es im Spiel zwischen dem FC Basel und den Grasshoppers zu sehen. Neun Tore und jede Menge Spektakel. In der zweiten Halbzeit fielen die Treffer fast im Minutentakt. Allein zwischen der 69. und 73. Minute waren es vier Tore. Eines sehenswerter wie das andere. Die Zuschauer kamen mit Jubeln und Applaudieren kaum noch nach.

Die 30 000 Fans im Stadion hatten ihren Plausch und feierten mit den 22 Akteuren mit – sogar die Zürcher, obwohl ihr GC am Ende verloren hat. Denn nach 90 Minuten lautete das Verdikt 6:3. Damit bleibt der FCB nun schon 26 Spiele ohne Niederlage und egalisierte einen 30 Jahre alten Rekord aus der Saison 1981/82. Damals war es der Rekordmeister aus Zürich gewesen, der die gleich lange Serie der Ungeschlagenheit verzeichnen konnte.

«Dasch wirklich emol e Gool»

Für einen Bebbi stand aber nicht die Serie an Spielen ohne Niederlage im Zentrum, sondern eine ganz persönliche Bestmarke. Denn für Alex Frei hatte sein Treffer in der 69. Minute zum zwischenzeitlichen 4:1 eine besondere Bedeutung: Es war das 300. Tor in seiner Profikarriere. Für die runde Zahl an Treffern hat der Baselbieter 15 Jahre gebraucht und 588 Punktespiele. Seine Tor-Premiere feierte der Nati-Rekordtorschütze (42 Treffer) als 18-Jähriger 1997 im Dress von Servette Genf.

Jubelnd lief Trainer Heiko Vogel seinem Stürmer nach dem Treffer entgegen und überraschte den Jubilar mit einem rotblauen FCB-Shirt mit der Rückennummer 300. «Ich habe nichts davon gewusst und war ziemlich überrascht», so Frei später in den Katakomben des Joggeli. Und zu seinem 300. Treffer? «Nach dem Rekord in der Nationalmannschaft von 42 Toren macht mich auch das stolz und ich freue mich darüber.» Dann lacht der Biel-Benkener und sagt: «Ich glaube, jetzt kann ich zu zählen aufhören, denn in meinem Alter ist es doch recht unwahrscheinlich, dass ich auf 400 komme...» Damit würde er Stéphane Chapuisat, dem besten Schweizer Stürmer aller Zeiten, noch Konkurrenz machen, der über 390 Treffer erzielte.

Tore sind für Frei «gnadenlos wichtig»

Frei weiter: «Jedes Tor ist für einen Stürmer schön. Manche sind wichtiger, als andere. Und manche bleiben mehr in Erinnerung, die anderen weniger.» Und das ist im Fall Frei stark untertrieben. Der ehemalige Rennes- und Dortmund-Profi kann sich an jeden einzelnen Treffer erinnern. «Sogar die in einem Freundschaftsspiel und wahrscheinlich auch noch an die im Training», sagt Heiko Vogel zum Jubiläum seines Stürmers. «Für Alex ist es gnadenlos wichtig, ein Tor zu schiessen.» Und gnadenlos wichtig für den FCB. Frei kommt allein in der Liga auf 24 Saisontreffer.

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