Aktualisiert 19.10.2004 09:55

400 Zwergwale in Schutzgebiet getötet

Japanische Walfänger sollen in einem australischen Schutzgebiet Hunderte von Zwergwalen getötet haben.

Die Tierschutzorganisation Humane Society International (HSI) reichte deshalb am Dienstag Klage gegen die japanische Firma Kyodo Senpaku ein. Das Unternehmen habe ausweislich seiner eigenen Jahresberichte über 400 Zwergwale in antarktischen Gewässern getötet, die von Australien vor vier Jahren zum Walschutzgebiet erklärt worden seien, sagte HSI-Sprecherin Nicole Beynon. Mit der Klage wolle ihre Organisation Druck auf Japan ausüben und die australische Regierung dazu bewegen, die Schutzbestimmungen auch durchzusetzen. Das australische Umweltministerium erklärte dazu, es halte den diplomatischen Weg für erfolgreicher. Ein Sprecher der beklagten Firma Kyodo Senpaku sagte, der Walfang sei zu Forschungszwecken betrieben worden und damit nach internationalen Vereinbarungen erlaubt. (dapd)

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