Flums SG: 42 Marathons in einem Jahr sind 6000 Franken wert
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Flums SG42 Marathons in einem Jahr sind 6000 Franken wert

Maarten Hendriks aus Flums SG wollte etwas Verrücktes machen und damit Spendegeld sammeln. Dies schaffte er auch. Mit seinen 42 Marathons sammelte er rund 6000 Franken. Er erzählt von seinen Erlebnissen.

von
Adriel Monostori
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Der Flumser B&B-Eigentümer ist 2020 in seinem 42. Lebensjahr 42 Marathons gelaufen.

Der Flumser B&B-Eigentümer ist 2020 in seinem 42. Lebensjahr 42 Marathons gelaufen.

Maarten Hendriks
Er sammelte dabei 6000 Franken Spendengeld für die Stiftung «Licht für die Welt».

Er sammelte dabei 6000 Franken Spendengeld für die Stiftung «Licht für die Welt».

Maarten Hendriks
Er erlebte auf seinen Läufen einige Highlights.

Er erlebte auf seinen Läufen einige Highlights.

Maarten Hendriks

Darum gehts

  • Maarten Hendriks aus Flums SG rannte in seinem 42. Lebensjahr 42 zweiundvierzig Marathons in einem Jahr.

  • Den letzten Marathon rannte er an seinem 42. Geburtstag.

  • Einige seiner Läufe bleiben ihm ganz besonders in Erinnerung.

  • Er konnte 6000 Franken an die Stiftung «Licht für die Welt» spenden.

Maarten Hendriks wollte sein 42. Lebensjahr mit etwas Verrücktem verbringen. Der sportliche, als Informatiker ausgebildete B&B-Eigentümer habe sich an seinem 41. Geburtstag dazu entschieden, sobald er das 42. Lebensjahr erreicht, 42 Marathons in einem Jahr gerannt zu sein. Dies unter anderem, weil ein Marathon 42,195 Kilometer lang ist. Zudem wollte der gebürtige Niederländer Geld sammeln für «Licht für die Welt». Die Stiftung setzt sich in Entwicklungsländern für Menschen mit einer Behinderung ein und schafft faire Chancen auf Bildung und Arbeit. Unter anderem werden Augenoperationen finanziert. Aufmerksam sei er auf die Stiftung geworden, als er 2019 am Zürich Marathon gegen den blinden Kenianer Henry Wanyoike angetreten ist.

«Mein Ziel war es, pro gelaufenen Kilometer einen Franken zu sammeln», sagt Hendriks. Doch dann häuften sich die Beträge. «Das nächste Ziel war 4200 Franken.» Dieser Betrag sei ebenfalls überstiegen worden. «Schlussendlich konnte ich 6000 Franken spenden», sagt der mittlerweile 42-Jährige. Letzte Woche hat er den Scheck überreicht. Mit dem Geld können 200 Menschen wieder sehen. Seine Läufe dokumentierte Hendriks stets auf seiner Webseite.

Viele tolle Erinnerungen

Im September erlebte Hendriks ein emotionales Highlight. Auf der Tour auf das Barrhorn begleitete ihn nämlich seine Frau. «Vor rund zwölf Jahren machte ich ihr auf dem Barrhorn den Heiratsantrag», erzählt er. Das Barrhorn im Kanton Wallis sei mit 3614 Meter auch der höchste Punkt des ganzen Projekt gewesen.

Im November drohte das Projekt des Sportlers zu scheitern. «Ich wurde positiv auf Corona getestet und musste daher für zehn Tage in Quarantäne», erklärt er. Es blieb ihm nur der eigene Garten. «Zum Glück habe ich einen grossen Garten mit rund 8000 Quadratmeter Platz. Jede Runde war etwa 360 Meter lang. Insgesamt musste ich 120 Runden rennen», so Hendriks. Der Mann aus Flums absolvierte zwei Mal 42 Kilometer in seinem Garten.

Sein grösstes Highlight sei für ihn sein letzter Marathon gewesen. «An meinem 42. Geburtstag machte ich in Flums die Base Everest Challenge», sagt er. Dabei rannte er sechs Mal von Flums nach Verachta und wieder zurück. «Für die 43 Kilometer habe ich rund sieben Stunden gebraucht.»

Fazit nach 42 Läufen

«Ich fand es ein sehr tolles Projekt und bin sehr stolz drauf, dass ich so viel Geld spenden konnte», sagt er. Das Projekt sei auch eine gute Beschäftigung während der Corona-Zeit gewesen. «Ich würde es auf jeden Fall wieder tun.» Es freue ihn, dass er auf seinen Läufen viele neue Freunde kennengelernt habe. Dazu habe er viele neue Gebiete entdecken können.

Doch die Läufe seien für ihn auch anstrengend gewesen. Sie haben auch viel Zeit in Anspruch genommen. «Jetzt, da alles vorbei ist, kann ich mich endlich wieder anderen Sportarten widmen. Das hat mir im letzten Jahr gefehlt», sagt er.

Das Marathon-Laufen habe er aber nicht ganz aufgegeben. «Seit meinem Geburtstag habe ich erst einen Marathon gemacht, hauptsächlich wegen des vielen Schnees», sagt Hendriks. Für das Jahr 2021 habe er bereits geplant an weiteren Marathons teilzunehmen.

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