Aktualisiert 21.03.2005 15:52

42 Tote durch Tropensturm

Durch einen heftigen Tropensturm sind im Norden von Bangladesch mindestens 42 Menschen ums Leben gekommmen. Mehr als 500 Menschen wurden zudem verletzt, wie die Polizei am Montag mitteilte.

In 15 Dörfern der Distrikte Sadullahpur und Sundarganj wurden am Sonntag mehr als 3000 Häuser zerstört. Ein Polizeisprecher sagte, die Zahl der Toten werde sich voraussichtlich noch erhöhen, da die Suche nach den Opfern durch das anhaltend schlechte Wetter behindert werde. Zahlreiche Menschen wurden noch unter den Trümmern der Häuser vermutet.

Winde mit Geschwindigkeiten von mehr als hundert Stundenkilometern waren am Sonntag über die Region hinweggefegt, hatten Bäume und Strommasten entwurzelt und die Ernte zerstört. Viele Dörfer waren auch am Montag noch von der Aussenwelt abgeschnitten.

Die Polizei begann unterdessen, die Strassen von Trümmern und entwurzelteten Bäumen zu befreien, damit Rettungsteams das Unglücksgebiet erreichen konnten. Mehr als 200 Verletzte wurden bereits in die Spitäler der Region gebracht, doch Hunderte weiterer Opfer konnten zunächst nicht medizinisch versorgt werden.

5000 Obdachlose

«Es gibt kaum jemanden, der nicht verletzt ist», sagte ein Polizeisprecher von Sadullahpur. «Deshalb ist auch niemand übrig, der die schwer Verletzten in die Kliniken bringen oder die Verschütteten bergen könnte.»

Drei Dörfer wurden durch den Sturm komplett zerstört, rund 5000 Menschen obdachlos. Die Region im Norden Bangladeschs gehört zu den ärmsten des Landes.

Tropenstürme brechen in dieser Zeit des Jahres regelmässig über Bangladesch herein. Allein in diesem Monat hatten vor dem Unglück vom Sonntag bereits fünf Stürme in dem asiatischen Küstenstaat gewütet. Dabei waren im ganzen Land 20 Menschen ums Leben gekommen. (sda)

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