Baselland: 4200 Unterschriften für das Bruderholzspital
Aktualisiert

Baselland4200 Unterschriften für das Bruderholzspital

Das Baselbieter Stimmvolk wird über die Schliessung des Bruderholzspitals entscheiden. Am Montag wurde eine Initiative zu dessen Erhalt eingereicht.

von
lha
Das Baselbieter Stimmvolk entscheidet nun über die Zukunft des Bruderholzspitals.

Das Baselbieter Stimmvolk entscheidet nun über die Zukunft des Bruderholzspitals.

Kein Anbieter/KSBL

Über die Schliessung des Bruderholzspitals wird das Baselbieter Stimmvolk entscheiden: Mit 4200 Unterschriften hat ein überparteiliches Komitee am Montag die Volksinitiative «Ja zum Bruderholzspital» eingereicht. Diese will die medizinische Grundversorgung im Kanton im bisherigen Rahmen sichern.

Gesammelt wurden die Unterschriften innerhalb von 30 Tagen, wie die Initianten am Montag mitteilten. Nötig wären für das Zustandekommen 1500 Unterschriften gewesen. Das «rasend schnell» erreichte Ergebnis zeige, dass sich die Bevölkerung eine vernünftige und zahlbare Spitalregion wünsche.

Gesundheitsversorgung an drei Standorten

Konkret verlangt die formulierte Gesetzesinitiative eine Änderung des Spitalgesetzes. Es soll festgeschrieben werden, dass das aus der Verwaltung ausgegliederte Kantonsspital Baselland (KSBL) in Laufen die Grundversorgung und an den Standorten Bruderholz und Liestal die erweiterte Grundversorgung sowohl im stationären und ambulanten Bereich sichert.

Der Erhalt der bisherigen Grundversorgung im unteren Kantonsteil ist gemäss Initianten ein wichtiger Beitrag für eine gut funktionierenden Spitalregion. Sie zeigen sich überzeugt, dass dies kostengünstig möglich sei.

Regierung will Tagesklinik statt Spital

Die Zukunft des Bruderholzspitals ist seit Jahren Gegenstand politischer Diskussionen. Ende Juni hatten die Regierungen beider Basel die Prüfung einer gemeinsamen Spitalgruppe angekündigt. Bestehen soll diese aus dem Universitätsspital Basel und dem KSBL in Liestal. Dabei soll das sanierungsbedürftige Bruderholzspital abgerissen und an seiner Stelle am gleichen Ort eine Tagesklinik gebaut werden.

Im Baselbiet wurden die Spitäler in den vergangenen Jahren zu einem der grössten Kostentreiber im Kantonshaushalt. Der geplante strukturelle Umbau des Bruderholzspitals hat bei der Belegschaft zu grosser Verunsicherung geführt. Noch bevor die künftige Ausrichtung festgelegt wurde, haben viele Ärzte bereits ihre Kündigung angedroht. (lha/sda)

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