Aktualisiert 03.11.2014 11:14

Verlust des Lebensraums421 Millionen Vögel weniger als vor 30 Jahren

Die Zahl der Vögel hat in Europa dramatisch abgenommen. Schuld daran ist der Mensch – aus vielerlei Gründen.

von
fee

In Europa leben heute rund 421 Millionen Vögel weniger als noch vor drei Jahrzehnten. Verantwortlich dafür seien die moderne Landwirtschaft sowie der zunehmende Verlust des natürlichen Lebensraums der Tiere, schreiben Forscher um Richard Inger von der Universität Exeter in einer Studie, die im Fachjournal «Ecology Letters» veröffentlicht wurde.

Zu etwa 90 Prozent betrifft der Rückgang demnach gewöhnliche Arten wie Spatz, Star, Lerchen sowie das graue Rebhuhn. Der Co-Autor der Studie, Richard Gregory vom britischen Tierschutzverband, sprach von einer «Warnung für ganz Europa»: «Es ist eindeutig, dass unser Umgang mit der Umwelt für viele unserer vertrautesten Vögel nicht nachhaltig ist», erklärte er.

Handeln gefordert

Umso wichtiger seien Massnahmen und Gesetze zum Schutz der Vögel und ihres Lebensraums. Als Vorbild nannte er die bereits bestehenden Schutzmassnahmen für seltenere Gattungen, deren Zahl in den vergangenen Jahren wieder gestiegen sei.

Für die Studie analysierten die Forscher Daten über 144 typische Vogelarten aus 25 europäischen Ländern. Als Reaktion auf die schrumpfenden Zahlen verlangen sie mehr Grünflächen in den Städten sowie eine ökologische Landwirtschaft. (fee/sda)

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