Sexuelle Übergriffe: 43-Jähriger hat über Jahre Kinder missbraucht
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Sexuelle Übergriffe43-Jähriger hat über Jahre Kinder missbraucht

Ein heute 43-jähriger Mann aus dem Berner Oberland hat in den letzten 15 Jahren rund 20 Kinder und Jugendliche missbraucht. Erst im Februar hatten die Behörden einen ähnlichen Fall bekannt gemacht.

Zwischen 1996 und Anfang 2012 soll der Mann als Betreuer an Schulen Kontakte zu Kindern und Jugendlichen geknüpft haben.

Zwischen 1996 und Anfang 2012 soll der Mann als Betreuer an Schulen Kontakte zu Kindern und Jugendlichen geknüpft haben.

Die Berner Kantonspolizei meldet erneut einen grösseren Fall von sexuellem Missbrauch im Berner Oberland. Ein heute 43-jähriger Mann soll dort in den letzten etwa fünfzehn Jahren sexuelle Übergriffe auf rund 20 Kinder und Jugendliche begangen haben.

Der 43-jährige ist nicht Lehrer, aber im pädagogischen Bereich tätig, wie die Regionale Staatsanwaltschaft Berner Oberland am Dienstag mitteilte. Er soll zwischen 1996 und Anfang 2012 als Betreuer an Schulen Kontakte zu Kindern und Jugendlichen geknüpft haben.

Diese führte er in der Freizeit weiter, worauf es laut der Mitteilung zu Übergriffen in den Wohnungen des Beschuldigten oder in gemieteten Alphütten kam. Der Mann befindet sich in Untersuchungshaft.

Die meisten Opfer waren zwischen 10 und 11 Jahre alt

Verhaftet wurde der Mann, nachdem sich im Januar 2012 eine Mutter bei der Kantonspolizei Bern gemeldet und erklärt hatte, ihre Kinder seien Opfer von sexuellen Übergriffen geworden. In der Folge nahm die Polizei umfangreiche Ermittlungen auf.

In einer ersten Einvernahme gestand der Mann sexuelle Handlungen mit vier Jugendlichen. In der Folge konnte die Polizei - teilweise auch nach Hinweisen des Mannes - weitere Opfer ausfindig machen. Die meisten von ihnen waren zum Zeitpunkt der ersten Kontakte zwischen zehn und elf Jahre alt.

Pornografisches Material in Internetforen getauscht

Im Verlauf der Ermittlungen wurde die Berner Kantonspolizei durch eine ausländische Polizeibehörde auf pornografisches Material aufmerksam gemacht. Dieses war in einem Internetforum getauscht worden. Auf mehreren Bildserien konnten die Berner Ermittler eindeutig den Beschuldigten identifizieren.

Dadurch wurde es möglich, weitere acht Opfer ausfindig zu machen. Alle zwanzig mutmasslichen Opfer sind männlich.

Die Berner Kantonspolizei orientierte am Dienstag, weil sie ihre Ermittlungen abgeschlossen hat. Das sagte Mediensprecher Michael Fichter auf Anfrage. Vorher wollte sie auch aus Rücksicht auf die Opfer nicht an die Öffentlichkeit gehen.

Schon vor einem Monat grösseren Fall gemeldet

Schon im Februar dieses Jahres ging die Staatsanwaltschaft des Berner Oberlands mit einem ähnlichen Fall an die Öffentlichkeit: Sie teilte mit, ein 47-jähriger Mann werde verdächtigt, insgesamt 44 mänliche Jugendliche sexuell genötigt und erpresst zu haben.

Der 47-jährige soll als vermeintliches Mädchen im Internet junge Männer und Jugendliche kontaktiert haben. So habe er diese dazu gebracht, vor einer Kamera sexuelle Handlungen vorzunehmen. Mit diesen Bildern als Druckmittel soll er dann die Jugendlichen und jungen Männer zu weiteren sexuellen Handlungen angestiftet haben.

Erinnerungen an Fall von Anfang 2011 werden wach

In einigen Fällen kam es laut Polizei auch zu Treffen zwischen dem Mann und seinen ebenfalls männlichen Opfern.

Der neuste Fall von mutmasslichem sexuellem Missbrauch an Kindern und Jugendlichen erinnert schliesslich auch an den Fall des Berner Sozialtherapeuten, der Anfang 2011 aufflog. Der über 50-jährige Berner wird verdächtigt, mehr als 100 Pflegebedürftige und Kinder - meist geistig oder körperlich behindert - missbraucht zu haben.

Einen Teil seiner Taten soll der Mann im Berner Oberland begangen haben. (sda)

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