Aktualisiert 22.04.2011 12:06

Katastrophe in Japan43 Milliarden für den Wiederaufbau

Das Erdbeben und der darauffolgende Tsunami haben Teile Japans zerstört. Die Regierung hat nun ein ein Nachtragsbudget in Milliardenhöhe verabschiedet.

Mit umgerechnet 43 Milliarden Franken will die japanische Regierung die ersten Schritte zum Wiederaufbau nach Erdbeben und Tsunami finanzieren.

Der am Freitag vom Kabinett beschlossene Nachtragshaushalt deckt jedoch bei weitem nicht die Kosten für die Beseitigung der auf über 260 Milliarden Franken geschätzten Sachschäden. «Mit diesem Haushalt unternehmen wir einen Schritt zum Wiederaufbau und zum Neustart der Wirtschaft», sagte Finanzminister Yoshihiko Noda.

Ein Erdbeben der Stärke 9,0, ein 15 Meter hoher Tsunami und eine Atomkatastrophe hatten die drittgrösste Volkswirtschaft der Welt in ihre tiefste Krise seit dem Zweiten Weltkrieg gestürzt. Fast 28'000 Menschen wurden getötet oder werden vermisst.

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Der Nachtragshaushalt von vier Billionen Yen soll kommende Woche ins Parlament eingebracht werden. Der Haushalt wird voraussichtlich im Mai in Kraft treten.

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Der wegen seines Krisenmanagements kritisierte Ministerpräsident Naoto Kan stimmte seine Landsleute auf eine höhere Neuverschuldung zur Finanzierung weiterer Sonderhaushalte ein. Diskutiert wird auch über höhere Steuern, die Umfragen zufolge von 57 Prozent der Japaner befürwortet werden. (sda)

Japan, 1 Monat nach dem Erdbeben

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