Aktualisiert 23.01.2008 16:57

43 Tötungsfälle dank DNA-Profilen aufgeklärt

Die Schweizer DNA-Datenbank hat im vergangenen Jahr in insgesamt 3210 Fällen zur Klärung von Verbrechen beigetragen.

So wurden 43 Tötungsdelikte mit der Hilfe von DNA-Übereinstimmungen zwischen einer Spur am Tatort und einem Personen-Profil aufgeklärt, wie der Statistik des Bundesamtes für Polizei zu entnehmen ist.

Die Auswertung der DNA-Profile über die Datenbank CODIS ergab im vergangenen Jahr 3210 Spur-Personen-Hits, 115 Treffer mehr als 2006. In 43 Fällen trug ein Hit zur Klärung eines Tötungsdelikts bei. Damit führte DNA bei jedem fünften Tötungsdelikt in der Schweiz auf die Spur des Täters. Von einem Hit spricht man bei einer Übereinstimmung zwischen einem Personenprofil und einer Spur von einem Tatort.

Ein Hit hilft - in belastendem oder entlastendem Sinne - bei der Klärung eines oder mehrerer Fälle. In 100 Fällen von Körperverletzung wurden Übereinstimmungen der gefunden Spuren mit einem Personen-Profil festgestellt, und 2437 Hits betrafen Diebstähle und Einbruchdiebstähle. Bei neun Treffern ging es um sexuelle Handlungen mit Kindern und in 73 Fällen um sexuelle Nötigungen. Ein Hit betraf eine vermisste Person.

Zudem stimmte in 4809 Fällen eine Spur mit einer anderen überein. Im Vorjahr waren es 3017 solche Hits gewesen. Diese Treffer geben laut dem Bundesamt für Polizei wertvollen Aufschluss über Tat-Zusammenhänge.

Das DNA-Gesetz ist nach vierjähriger Probephase im Rahmen der Verordnung über das DNA-Profil-Informationssystem (EDNA) Anfang 2005 in Kraft getreten. Das Parlament legte darin fest, dass DNA-Proben beim Tatverdacht im Falle von allen Verbrechen und Vergehen gestattet sind. Diese extensive Regelung machte ein detailliertes und genau geregeltes Löschprozedere notwendig. Je nach Fall gelten für die Daten andere Aufbewahrungszeiten. Das letzte Wort hat die Justiz. (dapd)

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