43 zu 46
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43 zu 46

Nach dem Aufmarsch von Linksautonomen am Sonntag in Luzern werden 43 Personen verzeigt. Von den in Solothurn aufmarschierten Rechtsextremen müssen sich 46 vor der Justiz verantworten.

Alle 89 Betroffenen waren von den Polizeien in den beiden Städten festgenommen worden. Sie sind wieder auf freiem Fuss.

In Luzern müssen sich jene, die vermummt waren, auch wegen Verstosses gegen das Vermummungsverbot verantworten, wie Richard Huwyler, Sprecher der Kantonspolizei, am Montag auf Anfrage sagte.

Laut der Polizei hatten am 1. Mai rund 80 Personen an der nicht bewilligten Demonstration teilgenommen. Auf der Seebrücke wurden sie von der Polizei eingekesselt, worauf sie sich auf den Boden setzten und den Verkehr blockierten.

Nach vergeblichen Verhandlungen begann die Polizei einzelne Demonstranten wegzutragen. Später durchbrachen Autonome den Polizeikordon und rannten der Reuss entlang in die Altstadt.

Antirassismusgesetz nicht verletzt

In Solothurn wurden bei dem rechtsextremen Aufmarsch keine Verstösse gegen das Antirassismusgesetz festgestellt. Die 46 vorübergehend Festgenommenen haben mit einer Anzeige wegen Landfriedensbruch zu rechnen, wie die Polizei mitteilte.

Bei zwei der Verhafteten waren Eisenstangen gefunden worden. Diese Personen hätten mit Anzeigen wegen Mitführens gefährlicher Gegenstände zu rechnen, sagte Urs Eggenschwiler, Sprecher der Polizei Kanton Solothurn, am Montag auf Anfrage.

Ein Mann, der mit einem Auto eine Polizeisperre durchbrochen habe, werde wegen Gefährdung des Lebens angezeigt. Eggenschwiler bestätigte Medienberichte, wonach bei dem Aufmarsch Transparente der Gruppierung «Helvetische Jugend» mitgetragen wurden. Diese Organisation werde der rechtsextremen Szene zugeordnet.

(sda)

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