Aktualisiert 20.07.2017 13:43

St. Gallen44 Einfamilienhäuser für die St. Galler Pendler

Am Donnerstag ist der offizielle Durchstich des Ruckhaldetunnels erfolgt. Die Strecke wird ab Oktober 2018 in Betrieb genommen und ermöglicht den Viertelstundentakt.

von
air

Der 700 Meter lange Ruckhaldetunnel wurde mit einem symbolischen Durchstich gefeiert. (Video: air)

«Wir sind dankbar, dass die Arbeiten bislang unfallfrei verlaufen sind», sagt Thomas Baumgartner, Direktor der Appenzeller Bahnen. Nach einer Bauzeit von rund einem Jahr erfolgte am Donnerstag um 10.40 Uhr der offizielle Durchstich im Ruckhaldetunnel in St.Gallen.

Der Tunnelbau wurde im April 2016 am Nord- und Südportal gestartet. Der Tunnelanstich erfolgte im August 2016 beim Nordportal. Bis Ende 2016 gab es täglich zwei Sprengungen, mit denen die Appenzeller Bahnen (AB) rund 320 Meter des Tunnels ausgebrochen haben. Täglich wurden so rund 3 bis 4 Meter abgetragen. Der weitere Vortrieb erfolgte im Lockergestein. Dort wurden 1 bis 2 Meter pro Tag abgetragen.

«Endgültig fertig wird der Tunnel im Oktober 2018 sein», sagt Stadtpräsident Thomas Scheitlin. «Dann werden die ersten Bahnen durch den neuen Ruckhaldetunnel fahren.» Die Kosten für den Bau des Tunnels betragen planungsgemäss rund 63 Millionen Franken. Sämtliche notwendigen Infrastrukturmassnahmen kosten rund 90 Millionen Franken. Zwischen Trogen und Appenzell werden ausserdem neue Züge eingesetzt werden. Die Kosten dafür betragen rund 84 Millionen Franken.

«Auf dem Weg zu modernen Appenzeller Bahnen»

Fredy Brunner, Verwaltungsratspräsident der Appenzeller Bahnen ist erfreut über die Fortschritte. «Der Tunneldurchstich ist ein wichtiges Etappenziel auf dem Weg zu den modernen Appenzeller Bahnen.» Der rund 700 Meter lange Tunnel und die Einführung der neuen Fahrzeuge würden bessere Anschlüsse in St.Gallen ermöglichen und die Voraussetzung für einen Viertelstundentakt nach Teufen schaffen.

Ab April 2018 werde die Strecke zwischen St.Gallen und Teufen für sechs Monate unterbrochen, damit die AB die Arbeiten im Tunnel, an der Brücke über die Oberstrasse und beim Güterbahnhof abschliessen können. Während dieser Zeit ist ein Ersatzbus eingeplant.

33'000 Kubikmeter Ausbruchsvolumen – 44 Einfamilienhäuser

Das gesamte Ausbruchsvolumen des Tunnels entspricht 33'000 Kubikmeter, das sind rund 44 Einfamilienhäuser. Aktuell sind die letzten Arbeiten an den neuen Gleisanlagen vom Durchgangsbahnhof in Richtung St. Leonhardsbrücke im Gang.

Die Fahrt durch den neuen Tunnel soll rund 50 Sekunden betragen. Dank dem Tunnel kann die 940 Meter lange Zahnstangenstrecke in der Ruckhalde aufgehoben werden.

Eine neue Brücke über die Oberstrasse verbindet das bestehende Trassee im Güterbahnhof mit der Neubaustrecke. Die Brücke soll Mitte 2018 realisiert werden.

Deine Meinung

Fehler gefunden?Jetzt melden.