Bundesgericht bestätigt: 44 Monate Haft für Kindsmisshandlung
Aktualisiert

Bundesgericht bestätigt44 Monate Haft für Kindsmisshandlung

Die Strafe für einen Italiener, der sein wenige Monate altes Baby körperlich misshandelte, bleibt gleich: Er muss für rund dreieinhalb Jahre hinter Gitter.

Das Bundesgericht hält am Urteil des Berner Obergerichts fest.

Das Bundesgericht hält am Urteil des Berner Obergerichts fest.

Keystone/Christian Brun

Es bleibt bei einer Freiheitsstrafe von 44 Monaten und einer stationären therapeutischen Massnahme für einen Italiener, der sein Kind körperlich misshandelte. Das Bundesgericht hat den Entscheid des Berner Obergerichts vom März 2015 bestätigt.

Der Vater hatte dem Baby in der Zeit von April bis August 2012 durch stumpfe Gewalteinwirkung diverse Knochen gebrochen und so lebensbedrohliche Verletzungen beigefügt. Zudem hatte er dem Säugling mindestens einmal die Beruhigungsmittel Valium und Temesta verabreicht, um das Kind ruhigzustellen.

Widersprüchliche Aussagen

Der Italiener sagte bereits vor den unteren Instanzen aus, dass es sich bei den Verletzungen vom 20. August 2012 um einen Unfall gehandelt habe. Bezüglich der Verabreichung der Medikamente änderte er seine Aussagen immer wieder.

Das Bundesgericht bestätigt, dass das Obergericht zu Recht davon ausgehen konnte, dass dem Baby die Verletzungen durch den Vater zugefügt wurden. Die Aussage des Mannes, dass seine Tat auf seinen Medikamentenkonsum zurückzuführen sei, wertet auch das Bundesgericht als Schutzbehauptung. Es hat seine Beschwerde deshalb abgewiesen, soweit es darauf eingetreten ist. (sda)

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