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Brasilien44 Tote durch Überschwemmungen

Durch die seit Wochen andauernden Überschwemmungen im Norden und Nordosten Brasiliens sind 44 Menschen ums Leben gekommen. Fast eine Million Menschen in rund 320 Gemeinden leiden unter den Folgen der Sintflut.

In einigen Ortschaften herrscht Ausnahmezustand, viele Dörfer und Städte sind von der Aussenwelt abgeschnitten. 126 000 Menschen verloren ihr Obdach, weitere 57 000 mussten zumindest vorübergehend bei Verwandten oder Freunden Unterschlupf suchen, wie die Zivilschutzbehörde mitteilte.

Im Bundesstaat Amazonas stieg das Wasser des Rio Negro in der vergangenen Woche kontinuierlich an und drang inzwischen ins historische Stadtzentrum von Manaus ein. Im Bundesstaat Piaui berichteten örtliche Medien von zahlreichen Stromausfällen und Trinkwasserknappheit in mehreren Gemeinden.

Ersten Schätzungen der Regierung zufolge belaufen sich die Schäden im Nordosten des Landes auf fast 500 Millionen Dollar. Die schweren Regenfälle sollten auch am Wochenende weiter anhalten.

Gleichzeitig leidet der Süden des Landes unter der schlimmsten Dürre seit 80 Jahren. Dort haben die Behörden in mehr als hundert Gemeinden den Notstand ausgerufen. (sda)

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