Nach Felssturz in Raron VS: 45 Personen bleiben evakuiert – Gemeinde verstärkt Schutzmassnahmen
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Nach Felssturz in Raron VS45 Personen bleiben evakuiert – Gemeinde verstärkt Schutzmassnahmen

Ein Teil der Evakuierten in Raron durfte in ihre Häuser zurückkehren. 45 Personen bleiben jedoch nach wie vor evakuiert. Neue Messgeräte wurden nun am Felsen installiert, damit die Gemeinde möglichst rasch über nötige Massnahmen entscheiden kann.

von
Lara Hofer
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Diese Karte zeigt, welches Gebiet und welche Häuser aktuell abgesperrt und evakuiert sind. 

Diese Karte zeigt, welches Gebiet und welche Häuser aktuell abgesperrt und evakuiert sind.

ZVG
Zuvor sah die Karte so aus. Weitere Häuser sind nach einer zweiten Felsbewegung am Samstag evakuiert worden. Diese Personen konnten jedoch nach Hause zurückkehren.

Zuvor sah die Karte so aus. Weitere Häuser sind nach einer zweiten Felsbewegung am Samstag evakuiert worden. Diese Personen konnten jedoch nach Hause zurückkehren.

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Am Dienstag befestigten Geologen neue Messgeräte am Hang.

Am Dienstag befestigten Geologen neue Messgeräte am Hang.

ZVG Eric Pointner Rovina & Partner AG

Darum gehts

  • In Raron VS kam es vergangene Woche zu einem Felssturz.

  • Ein breites Gebiet musste evakuiert werden.

  • Nun konnte ein Teil der Bevölkerung in ihre Häuser zurückkehren. 45 Personen bleiben jedoch weiterhin evakuiert.

  • Die Gemeinde hat zudem neue Messgeräte installiert, um jede Bewegung des Berges genau beobachten zu können.

Schwere Gesteinsmassen donnerten am Freitag und Samstagmorgen mit voller Wucht Richtung Wohngebiet in Raron VS. Anwohnerinnen und Anwohner mussten umgehend ihr Zuhause verlassen. Geologen gehen davon aus, dass der starke Regen, die Schneeschmelze sowie die Arbeiten am ansässigen Steinbruch zum Felssturz beigetragen hätten.

Mittlerweile ist wieder Ruhe im Gebiet eingekehrt. Nebst vereinzelten Rutschungen sei die Situation am Hang diese Woche relativ unverändert geblieben, so Pascal Guntern, Informationsdienst Gemeindeführungsstab Raron, auf Anfrage. 29 Personen konnten demnach in ihre Häuser zurückkehren. 45 Personen müssen jedoch nach wie vor evakuiert bleiben. Für wie lange, sei noch unklar: «Wir können nicht einschätzen, wann die 45 Evakuierten wieder nach Hause zurückkehren können. Das hängt davon ab, was die Messungen der nächsten Tage ergeben werden und welche Massnahmen getroffen werden müssen», so Guntern. Bis dahin seien die betroffenen Personen alle bei Familienangehörigen oder Bekannten untergebracht.

Die Kantonspolizei Wallis infomiert über die Lage vor Ort.

20 Minuten

Verstärkte Schutzmassnahmen

Vor Ort wird die Situation am Hang ganz genau im Auge behalten. Der Zivilschutz hat am Montagabend eine Kamera installiert, damit der Fels besser beobachtet werden kann. Am Dienstag befestigten die Geologen zudem neue Messinstrumente. «Durch diese kann der Hang nun millimetergenau durchgehend überwacht werden», erklärt Guntern. Die Messungen bis Ende Woche und die Absprache mit dem Kanton werden zeigen, welche Massnahmen am geeignetsten sind – und ob die 45 evakuierten Personen wieder ihre Wohnungen beziehen können.

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