Aktualisiert 15.02.2006 21:39

45 Prozent: Arlesheim bleibt Baselbieter Steuerparadies

Glücklich ist, wer in Arlesheim wohnt: Auch 2006 ist die Gemeinde das Baselbieter Steuerparadies.

Mit 45 Prozent Steuersatz müssen die Einwohner von Arlesheim wie in den Vorjahren am wenigsten in die Gemeindekasse abliefern. Die Gemeinde Binningen liegt mit 46 Prozent auf Platz zwei, gefolgt von Bottmingen und Oberwil (je 48). Insgesamt liegen im Bezirk Arlesheim sechs Gemeinden unter der 50-Prozent-Marke. Der Steuerfuss in den Baselbieter Gemeinden liegt unverändert zwischen 45 bis 67 Prozent. Am schlechtesten kommen die Bewohner von Liestal und Waldenburg weg. Bei ihnen beträgt der Steuersatz 67 Prozent.

Zehn der insgesamt 86 Gemeinden haben im Dezember die Steuern reduziert. Mit drei Prozent Abzug sind Duggingen, Maisprach und Brislach an der Spitze.

Den Baselbieter Steuerzahlern soll auch in Zukunft ihre «Schuld» nicht direkt vom Lohn abgezogen werden. Laut dem Steuerverwaltungsvorsteher Peter Nefger sei die Einführung einer Quellensteuer, wie sie im Kanton Genf geprüft wird, derzeit kein Thema. «Wenn überhaupt, müsste das Ganze eidgenössisch angepackt werden», begründet Nefger.

(dd)

Finden Sie die Quellensteuer eine Gute Idee?

Liliane Hufschmid (76), Rentnerin

Die Idee der Quellensteuer finde ich vor allem für Leute, die Mühe haben, ihr Geld einzuteilen, eine gute Lösung. So würde niemand mehr wegen den Steuern in die Schuldenfalle geraten.

Pia Bader (53), Kfm. Angestellte

Mit der Quellensteuer könnte das Problem der Steuerschulden umgangen werden. Gleichzeitig müsste man vom Nettolohn nichts mehr für die Steuern auf die Seite legen. Ich fände das eine gute Sache.

Nuno Branco (18), Schüler

Ich bezahle zum Glück noch keine Steuern. Ich denke aber, dass die Quellensteuer eine gute Idee ist. Das würde vielen Leuten den Umgang mit ihrem Geld respektive mit den Steuern erleichtern.

Janine Grod (19), Hausfrau

Das ist doch totaler Blödsinn. Wenn man die Steuern direkt vom Lohn abzieht, fehlt mir jeden Monat Geld. Dann kann ich nicht mehr selbst bestimmen, was ich wann mit meinem Geld machen will.

Michael Gisske (41), Wirt

Die Quellensteuer fände ich eine sehr gute Lösung. Dann ist das Thema für den Einzelnen immer gleich erledigt. Und auch für den Staat wird es einfacher: Er muss den säumigen Zahlern nicht hinterherrennen.

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