Olympische Spiele: 45 russischen Athleten bleibt Teilnahme verwehrt
Aktualisiert

Olympische Spiele45 russischen Athleten bleibt Teilnahme verwehrt

Am Tag der Eröffnungsfeier ist es Tatsache: Der Internationale Sportgerichtshof CAS weist die zu Beginn der Woche eingereichten Klagen zurück.

1 / 8
Alexander Legkow wird in Pyeongchang definitiv nicht am Start sein. Das CAS lehnt seine und diejenige von weiteren 44 russischen Sportlern ab. Das IOK hatte ihnen eine Einladung verwehrt.

Alexander Legkow wird in Pyeongchang definitiv nicht am Start sein. Das CAS lehnt seine und diejenige von weiteren 44 russischen Sportlern ab. Das IOK hatte ihnen eine Einladung verwehrt.

Keystone/Gian Ehrenzeller
Legkow gewann 2014 Gold über 50 km und Silber mit der Staffel. Anfang November 2017 wurden ihm die gewonnenen Medaillen vom Internationalen Olympischen Komitee (IOK) wegen Dopings aberkannt

Legkow gewann 2014 Gold über 50 km und Silber mit der Staffel. Anfang November 2017 wurden ihm die gewonnenen Medaillen vom Internationalen Olympischen Komitee (IOK) wegen Dopings aberkannt

AP/Dmitry Lovetsky
Das IOK sieht es als erwiesen an, dass die betroffenen Sportlerinnen und Sportler bei den Olympischen Winterspielen 2014 in Sotschi gedopt. Sie sollen gar von einem staatlichen Betrugssystem profitiert haben.

Das IOK sieht es als erwiesen an, dass die betroffenen Sportlerinnen und Sportler bei den Olympischen Winterspielen 2014 in Sotschi gedopt. Sie sollen gar von einem staatlichen Betrugssystem profitiert haben.

AP/Pavel Golovkin

Wenige Stunden vor der Eröffnungsfeier hatten 45 russische Athleten und zwei Betreuer noch immer gehofft, an den Winterspielen teilnehmen zu dürfen. Wegen Verstössen gegen die Anti-Doping-Richtlinien bei den Winterspielen 2014 in Sotschi hatte ihnen das Internationale Olympische Komitee (IOK) die Einladung verweigert.

Am Freitagvormittag kurz vor 11.30 Uhr Ortszeit verkündete der Sportgerichtshof sein Urteil: Das dreiköpfige Ad-hoc-Kommission mit dem Schweizer Bernhard Welten, der ehemaligen australischen Skifahrerin Zali Steggall und der Kanadierin Carol Roberts wies die zu Beginn der Woche eingereichten Klagen zurück.

Unter den Klägern waren unter anderen die Olympiasieger Alexander Legkow (Langlauf), Viktor Ahn (Shorttrack), Anatoli Schipulin (Biathlon), Alexander Tretjakow (Skeleton) und Xenia Stolbowa (Eiskunstlauf).

168 Athleten unter neutraler Flagge

Damit bleibt es bei 168 Sportlern aus Russland, die für die 23. Winterspiele vom Internationalen Olympischen Komitee zugelassen worden sind. Diese Sportler starten unter neutraler Flagge und ohne Hymne als Olympische Athleten aus Russland. An der Eröffnungsfeier werden 80 Sportler erwartet.

Das IOK hatte in einem aufwendigen Prüfverfahren eine Selektion für russische Sportler getroffen. Aufgrund der Belege für organisierte Dopingmanipulationen bei den Winterspielen in Sotschi 2014 hatte das IOK im Dezember vergangenen Jahres das Nationale Olympische Komitee Russlands gesperrt. Demnach konnten russische Sportler nur per IOK-Einladung zu den Spielen nach Pyeongchang gelangen.

(20 Minuten/sda)

Deine Meinung