Aktualisiert 26.08.2019 03:53

Ein Jahr nach Messerattacke450 Rechte gehen in Chemnitz auf die Strasse

In der sächsischen Stadt nahmen Hunderte an der Kundgebung der Bewegung Pro Chemnitz teil – ein Jahr nach der tödlichen Messerattacke auf einen 35-Jährigen.

von
chk
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Drei Strafanzeigen: Rechte Demonstranten in Chemnitz. (25. August 2019)

Drei Strafanzeigen: Rechte Demonstranten in Chemnitz. (25. August 2019)

Keystone/AP/Jens Schlueter
Martin Kohlmann von Pro Chemnitz spricht zu den Demonstranten.

Martin Kohlmann von Pro Chemnitz spricht zu den Demonstranten.

Keystone/AP/Jens Schlueter
Vor einem Jahr war in Chemnitz am Rande des Stadtfestes ein 35-Jähriger bei einem Streit erstochen worden. Die Gewalttat löste eine Reihe ausländerfeindlicher Demonstrationen aus.

Vor einem Jahr war in Chemnitz am Rande des Stadtfestes ein 35-Jähriger bei einem Streit erstochen worden. Die Gewalttat löste eine Reihe ausländerfeindlicher Demonstrationen aus.

Keystone/AP/Jens Schlueter

Ein Jahr nach der tödlichen Messerattacke auf einen 35-Jährigen in Chemnitz haben in der sächsischen Stadt hunderte Rechte demonstriert. An der Kundgebung der Bewegung Pro Chemnitz nahmen am Sonntagabend nach Polizeiangaben rund 450 Menschen teil.

Ebenfalls hunderte Menschen gingen bei Gegendemonstrationen auf die Strasse. Die Polizei war mit rund 600 Einsatzkräften vor Ort.

Drei Strafanzeigen

Die Polizei nahm drei Strafanzeigen auf: Ein 19-Jähriger wurde vorläufig festgenommen, weil er bei der Pro-Chemnitz-Kundgebung den Hitlergruss gezeigt hatte, wie die Polizeidirektion Chemnitz mitteilte.

Gegen ihn wird wegen des Verwendens von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen ermittelt. Ausserdem gab es Strafanzeigen gegen zwei Männer, die sich offenbar gegenseitig beleidigt hatten.

Vor einem Jahr war in Chemnitz am Rande des Stadtfestes ein 35-Jähriger bei einem Streit erstochen worden. Die Gewalttat löste in Chemnitz eine Reihe ausländerfeindlicher Demonstrationen und teils gewaltsame Ausschreitungen von Rechtsextremen aus, die bundesweit für Schlagzeilen sorgten. Am vergangenen Donnerstag wurde ein Syrer wegen der Tat zu neuneinhalb Jahren Haft verurteilt.

(chk/sda)

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