Aktualisiert 31.12.2018 07:31

Kanton Luzern46-Jähriger vergewaltigt Nichte (14) mehrmals

Das Kriminalgericht Luzern hat einen Mann (46) wegen mehrfacher Vergewaltigung verurteilt. Er muss über vier Jahre ins Gefängnis.

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Das Kriminalgericht Luzern hat einen Mann verurteilt, weil er seine Nichte (14) zu Sex gezwungen hat.

Das Kriminalgericht Luzern hat einen Mann verurteilt, weil er seine Nichte (14) zu Sex gezwungen hat.

Laut der Anklage zeigte er dem Mädchen Porno-Videos, berührte sich vor ihr im Intimbereich und forderte sie zum Mitmachen auf.

Laut der Anklage zeigte er dem Mädchen Porno-Videos, berührte sich vor ihr im Intimbereich und forderte sie zum Mitmachen auf.

AP/John Locher
Er verabreichter dem Opfer einen Tee mit starken Beruhigungsmitteln, wodurch sie widerstandsunfähig wurde und er Geschlechtsverkehr vollzog.

Er verabreichter dem Opfer einen Tee mit starken Beruhigungsmitteln, wodurch sie widerstandsunfähig wurde und er Geschlechtsverkehr vollzog.

AP/Alastair Grant

Weil er seine Nichte zum Sex gezwungen hat, ist ein 46-Jähriger vom Luzerner Kriminalgericht wegen mehrfacher Vergewaltigung zu vier Jahren und fünf Monaten Gefängnis verurteilt worden. Er machte sich auch der sexuellen Nötigung, der sexuellen Handlung mit einem Kind und der Pornografie schuldig.

Der Küchen-Officemitarbeiter soll die Taten in den Jahren 2013 und 2014 begangen haben, als seine damals rund 14-jährige Nichte als «Pflegekind» bei ihm wohnte. Laut der Anklage zeigte er dem Mädchen Porno-Videos, berührte sich vor ihr im Intimbereich und forderte sie zum Mitmachen auf.

Beruhigungsmittel im Tee

Vor den Sommerferien 2013 soll er sie dann gegen ihren Willen anal sowie zwei Mal vaginal penetriert haben. Im Herbst des Folgejahres verabreichte er dem Opfer einen Tee mit starken Beruhigungsmitteln, wodurch sie widerstandsunfähig wurde und er Geschlechtsverkehr vollzog.

Die Anklage wollte den Portugiesen fünf Jahre ins Gefängnis schicken. Laut dem Urteilsdispositiv, das am Sonntag veröffentlicht wurde, sehen die Richter bis auf die beantragte Schändung sämtliche Delikte erfüllt.

20'000 Franken Genugtuung

Der Beschuldigte muss dem Opfer 20'000 Franken als Genugtuung und 2200 Franken als Parteientschädigung bezahlen. Die Verfahrenskosten, die er ebenfalls zu tragen hat, belaufen sich auf 23'000 Franken. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig. (sda)

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