FBI-Razzia: 47 Kinder aus Prostitution befreit
Aktualisiert

FBI-Razzia47 Kinder aus Prostitution befreit

Bei einer landesweiten Razzia gegen Kinderprostitution in den USA hat die Polizei mehr als 600 Menschen festgenommen und 47 Kinder gerettet. Der Einsatz fand in 29 Städten statt.

Die Ermittler stützten sich dabei auf Beweismaterial, das bei einer ähnlichen Serie von Razzien im Juni gesammelt wurde, wie die Bundespolizei FBI mitteilte. Die geretteten Kinder, 46 Mädchen und ein Junge, sind zwischen 13 und 17 Jahre alt. Zehn von ihnen waren als vermisst gemeldet worden. Bei den Festgenommenen handelt es sich laut FBI um 73 Zuhälter und 518 erwachsene Prostituierte. Insgesamt wurden zwölf Prostitutions-Ringe ausgehoben. Dabei wurden auch Feuerwaffen, Fahrzeuge und Drogen beschlagnahmt.

Die Kinder wurden unter anderem in Casinos, auf Rastplätzen für Lastwagenfahrer und im Internet zur Prostitution angeboten. «Käuflicher Sex mit Kindern bleibt eines der gewalttätigsten und widerwärtigsten Verbrechen in diesem Land», sagte der stellvertretende FBI-Direktor John Pistole in Washington. Ernie Allen vom Nationalen Zentrum für vermisste und ausgebeutete Kinder bezeichnete die Prostitution von Teenagern als «Sklaverei des 21. Jahrhunderts.»

Die jüngste Operation des FBI war Teil einer seit fünf Jahren laufenden Kampagne, die bereits zur Befreiung von 575 Kindern und zur Zerschlagung von 36 kriminellen Vereinigungen geführt hatte. Kinderschützer Ernie Allen schätzt jedoch, dass mehrere zehntausend Kinder in den USA zur Prostitution gezwungen werden. Eine im Auftrag des Justizministeriums erstellte Studie geht sogar von bis zu 300 000 Opfern aus.

(pbl/ap)

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