Aktualisiert 05.01.2011 12:39

«Corralejas»

48 Männer aufgespiesst

Vier Dutzend mehrheitlich betrunkene Amateur-Toreros wurden von Stieren übelst zugerichtet, nachdem sie sich auf blutige Kämpfe mit den Tieren eingelassen hatten.

von
dga

Hunderte Männer in Kolumbien riskieren stets zu Jahresbeginn ihr Leben, während sie - nicht selten deutlich angetrunken - in eine Stierkampfarena springen und sich auf leichtsinnige Kämpfe mit Bullen einlassen. Mit teilweise verheerenden Folgen. So wurden am Dienstag 48 der selbsternannten Matadoren während den «Corralejas» teilweise schwer verletzt. Das berichten örtliche Medien.

Das traditionelle Stierkampf-Festival findet dieses Jahr im Norden Kolumbiens in der Provinz Sucre statt. Das sechstägige Festival ist in der Bevölkerung als selbstmörderische und blutige Tradition bekannt. Es fliesst stets viel Alkohol und nicht selten arten die Feiern in Massenprügeleien aus.

Stier überlebt immer

Der einzige Überlebende bei den «Corralejas» ist meist der Stier selbst: Jährlich kommen im Schnitt 20 Kämpfer ums Leben, während die Tiere - obwohl ihnen Verletzungen zugefügt werden - nach den Gesetzen der über 150 Jahre alten Tradition nicht getötet werden dürfen.

(Quelle: APTN Video) (dga/dapd)

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