Aktualisiert 03.05.2006 04:27

48 Stunden Fristerstreckung für Darfur-Gespräche

Die Afrikanische Union hat die Frist für eine Einigung bei den Friedensgesprächen für die sudanesische Krisenregion Darfur um weitere 48 Stunden verlängert.

Dies erklärte der leitende Vermittler der AU, Salim Ahmed Salim, am Dienstagabend. Die Frist sollte ursprünglich bereits am Sonntag ablaufen und wurde bereits einmal bis Dienstag um Mitternacht verlängert. In die Friedensverhandlungen schalteten sich auch die USA ein, der stellvertretende Aussenminister Robert Zoellick traf am Dienstag am Verhandlungsort in der nigerianischen Hauptstadt Abuja ein.

Auch Grossbritannien und Libyen entsandten Vertreter, für Mittwoch wurden die Staatschefs von Kongo, Südafrika, Nigeria, Senegal und Ägypten in Abuja erwartet. Auf die Frage, was im Fall eines Scheiterns der Gespräche geschehe, sagte Chefunterhändler Salim: «Das Morden wird weitergehen, das Leid, und all die Zerstörung».

Die Konfliktparteien ringen seit zwei Jahren in Abuja um ein Ende der Gewalt. Vertreter der sudanesischen Rebellen hatten am Sonntag den Entwurf für ein Abkommen zur Befriedung Darfurs zurückgewiesen. Die Regierung dagegen hatte ihre Bereitschaft zur Unterzeichnung des Dokuments erklärt, das von den Vermittlern vorgelegt wurde. Sie signalisierte die Bereitschaft aber erst, nachdem abzusehen war, dass die Rebellen nicht zustimmen würden.

Die seit drei Jahren anhaltende Gewalt in der westsudanesischen Region Darfur hat bislang rund 200.000 Menschen das Leben gekostet. Rund zwei Millionen Menschen sind auf der Flucht. (dapd)

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